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Das Jugendinfonieorchester der Musikschule Lennetal (hier beim Sommerfest auf der Lennepromenade in Plettenberg) gibt am 10. November ein Konzert im Festsaal Riesei Werdohl. Foto: Musikschule

Werdohl. Zu einem festlichen musikalischen Abend lädt das Jugendsinfonieorchester der Musikschule Lennetal am Sonntag, dem 10. November um 17 Uhr in den Festsaal Riesei Werdohl ein. Auf dem Programm stehen die Klassiker Beethoven, Grieg, Schubert und Tschaikowsky. Aber auch modernere Klänge wie etwa Musik der schwedischen Popgruppe ABBA, aus dem Hippiemusical Hair oder das Klassikrockprojekt Quadrophenia der britischen Kultgruppe The Who haben die jungen Musikerinnen und Musiker erarbeitet.

Dazu zog sich das Orchester in der ersten Woche der Herbstferien zu einer intensiven Arbeitsphase in die Jugendherberge Detmold zurück. In der entspannten Atmosphäre der Musikhochschulstadt wurde der letzte musikalische Schliff an die Werke gelegt.

Revolutionsmusik

Mit der Egmont-Ouvertüre schafft Ludwig van Beethoven ein echtes Stück Revolutionsmusik – aus dem Zusammenbruch und dem scheinbaren tragischen Ende erwächst ein jubelnder und triumphal-mitreißender Schluss.

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Edvard Griegs Peer-Gynt-Suite gehört heute zu den bekanntesten Werken des norwegischen Nationalkomponisten – das Jugendsinfonieorchester der Musikschule Lennetal spielt mit der Morgenstimmung und dem Tanz in der Höhle des Bergkönigs die zwei populärsten Stücke der eigentlichen viersätzigen ersten Orchestersuite.

Rätselhaft bleibt die Entstehungsgeschichte der sogenannten Unvollendeten von Franz Schubert; ob die nur zweisätzige Komposition so geplant war, oder der Komponist die Arbeit daran warum auch immer aufgab, wird wohl nicht mehr zu klären sein. Das Orchester spielt den bekannteren ersten Satz.

Solistin Katharina Witt

Der russische Komponist Peter Tschaikowsky schrieb nur ein Violinkonzert – dieses gehört jedoch zu den anspruchsvollsten Geigenkompositionen und ist ein Muss für jeden Virtuosen. Gemeinsam mit Konzertmeisterin Katharina Witt als Solistin spielt das Orchester den zweiten Satz dieses Jahrhundertwerks.

Nach der Auflösung der Beatles zu Beginn der 70er eroberte sich eine schwedische Gruppe deren Platz im Musikleben – die Gruppe ABBA verkaufte annähernd so viele Schallplatten wie zehn Jahre zuvor die Pilzköpfe. Das Jugendsinfonieorchester lässt am 10. November ein paar ABBA-Hits noch einmal anklingen – Money, Money, Money und Thank you for the music werden bei den Zuhörern sicher Erinnerungen wecken.

Musik der Hippie-Bewegung

Die 60er Jahre standen für den gesellschaftspolitischen Aufbruch in eine neue Zeit – überall auf der Welt rebellierten Jugendliche gegen die erstarrte Welt der Erwachsenen: Es entstand die Hippie-Bewegung. Musikalischer Ausdruck dieses neuen Lebensgefühls war das Musical Hair, das auch erfolgreich verfilmt wurde. Die Musik der Blumenkinder macht den Jugendlichen von heute auf jeden Fall immer noch Spaß.

Ein sogenanntes Crossover-Projekt ging die britische Band The Who mit ihrem Album Quadrophenia an – sie spielten es gemeinsam mit einem Sinfonieorchester ein. Klassik und Rock treffen sich hier in einer faszinierenden Kombination, die ganz neue Klangerlebnisse bietet. Sinfonisches kann rockig, Rockmusik sinfonisch klingen.

Die jungen Musikerinnen und Musiker freuen sich nun auf möglichst zahlreichen Besuch der Veranstaltung. Wer keine Karten mehr für die am 23. November stattfindende Tafelmusik ergattern konnte (diese Veranstaltung ist ausverkauft), hat am 10. November die Möglichkeit, das Jugendorchester der  Musikschule Lennetal doch noch in konzertanter Aktion zu erleben. Die Gesamtleitung liegt wie immer in den bewährten Händen von Chefdirigenten Andreas Regeling.

Der Eintritt beträgt 7 Euro (ermäßigt 5 Euro).

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