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Ehrenamtliche der Einsatzeinheit der Johanniter im Regionalverband Südwestfalen bei einer Übung. Fotos: Johanniter/Sabine Eisenhauer

Lüdenscheid/Märkischer Kreis. „Mit dem großen Engagement unserer Mitarbeitenden haben wir im vergangenen Jahr den Menschen in der Region vielfach zur Seite gestanden“, mit diesem Dank an die fast 500 ehren- und hauptamtlich Mitwirkenden hat Regionalvorstand eröffnete Steffen Lengsfeld kürzlich die ordentliche Mitgliederversammlung des Johanniter-Regionalverbands Südwestfalen in Lüdenscheid. Gemeinsam mit den Fachbereichsleitungen gab er einen Rückblick auf vergangene und einen Ausblick auf anstehende Ereignisse.

Unbefristete Verträge

„Der Bedarf an Kita-Plätzen ist in allen Kommunen sehr hoch“, berichtete bei der Versammlung Kita-Fachbereichsleiterin Karola Stracke. Eine Konsequenz dieser Nachfrage sei der geplante Umzug der bisher zweigruppigen Johanniter-Kita Louise-Scheppler in Lüdenscheid in ein neues und größeres Gebäude für dann vier Gruppen. „Unseren pädagogischen Fachkräften konnten wir bessere Konditionen anbieten, indem wir sie bei einer Ergänzungskraft-Stelle in eine höhere Gehaltsstufe eingruppiert haben“, sagte Karola Stracke. Zudem erhielten alle pädagogischen Fachkräfte unbefristete Verträge.

Ein weiteres Angebot, sich bei den Johannitern in Südwestfalen sozial zu engagieren, seien seit 2017 der Bundesfreiwilligendienst und das Freiwillige Soziale Jahr, erklärte Stefanie Ueßeler, Fachbereichsleiterin Personal und Finanzen. „Bei diesem Dienst können sich junge Menschen beruflich orientieren und Wartezeiten auf Studien- und Ausbildungsplätze überbrücken.“



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Einsätze im Notdienst

„In der Ersten Hilfe sind von uns seit Beginn des Jahres 2017 insgesamt 8658 Menschen in 684 Kurse geschult worden“, informierte Christopher Tomaszik, Fachbereichsleiter Ausbildung und Einsatzdienste. Beim Kassenärztlichen Notdienst seien in vier Landkreisen täglich acht Fahrzeuge mit insgesamt 38 Mitarbeitenden im Dienst, die die Ärzte nach Schließung der Praxen zu Patienten fahren. „Der Bedarf an diesen Einsätzen ist sehr hoch, sodass wir gerne ein weiteres Fahrzeug in diesen Dienst der Kassenärztlichen Vereinigung stellen würden“, sagte Christopher Tomaszik.

„Unsere Ehrenamtliche haben seit 2017 insgesamt 12.000 Helferstunden bei 35 Einsätzen zur öffentlichen Gefahrenabwehr geleistet“, berichtete Fachbereichsleiter Tomaszik weiter. Dazu gehörten unter anderem die Versorgung der Einsatzkräfte der Bereitschaft 4 des Regierungsbezirks Arnsberg – etwa beim Brand eines Recyclinghofes in Bönen im Juni 2018.

Spitzenabdeckung im Rettungsdienst

Zudem seien die Ehrenamtlichen bei der Spitzenabdeckung des Rettungsdienstes im Einsatz gewesen. „Da der Rettungsdienst ein originäres Einsatzfeld der Johanniter ist und ein großer Motivationsfaktor für Ehrenamtliche, bieten wir uns gerne als Träger dieses Dienstes in Südwestfalen an“, ergänzte Regionalvorstand Steffen Lengsfeld.

Damit ehrenamtliches Engagement und nicht vollständig refinanzierte Dienste wie etwa der Kinder- und Jugendhospizdienst „Kleine Raupe“ der Johanniter angeboten werden könnten, sei die Unterstützung durch Fördermitglieder notwendig, erklärte James Happel, Leiter des Bereichs Marketing, Fundraising und Kommunikation. Bundesweit gebe es 1,3 Millionen Fördermitglieder, die die Johanniter mit einem regelmäßigen Geldbetrag unterstützten, im Regionalverband Südwestfalen seien es 21.000. Die Bemühungen des Johanniter-Fördermitgliederservices, der auch in der Dienststelle der Johanniter in Lüdenscheid beheimatet ist, trage Früchte, so James Happel: „Seit 2015 ist die Anzahl der Mitglieder stabil.“

Neue Unterkunft in Iserlohn

Eine angemessene Unterkunft für die Johanniter-Dienste in Iserlohn soll es ab Ende des kommenden Jahres geben: „In der Stadt arbeiten wir derzeit in vier Unterkünften, deren Mietverträge teilweise befristet sind“, erklärte Regionalvorstand Steffen Lengsfeld. Auf einem Grundstück in Iserlohn-Dröschederfeld wird daher demnächst gebaut. In dem neuen Haus wird die Johanniter-Tagespflege 19 Plätze anbieten, ebenso werden unter anderem der Ambulante Johanniter-Hospizdienst, der Kassenärztliche Notdienst und die Verwaltung hier arbeiten.

 

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