Iserlohn nimmt seine fünf Lehrschwimmbecken in Betrieb. Symbolfoto: Elke Teipel

Iserlohn. „Schwimmen lernen ist eine sehr wichtige Grundlage für alle Kinder und Jugendlichen. Sie wirkt dem Ertrinken entgegen. Durch die Corona-Pandemie ist beim Schwimmen, aber auch in vielen anderen (Sport-)Bereichen, leider einiges auf der Strecke geblieben. Viele engagierte Ehrenamtliche versuchen Defizite und Unterrichtsausfälle durch einen sehr hohen Aufwand auszugleichen. In Anbetracht der aktuellen und weiter kritisch werdenden Energie-Situation gilt es aber abzuwägen was hinsichtlich möglicher Sparmaßnahmen sinnvoll erscheint“, erläutern Martin Stolte, Beigeordneter, und Christian Kißmer, Leiter des Sportbüros die Entscheidung des Verwaltungsvorstands, die Neubefüllung der Lehrschwimmbecken zunächst kurzzeitig auszusetzen.

Dieser Aussage schloss sich am Abend Bürgermeister Michael Joithe nach einer Sitzung an: alle fünf Lehrschwimmbecken – Lichte Kammer, Saatschule, Im Nordfeld, Im Wiesengrund und Hennen – werden nach Abschluss der Wartungsarbeiten in Betrieb genommen. Wobei das Lehrschwimmbecken in Hennen bereits gefüllt und beheizt ist und durch das Sportbüro auf Anweisung des Bürgermeisters am Montag-Mittag freigegeben wurde.

Bereits bis oben hin gefüllt ist ebenfalls das Lehrschwimmbecken Im Wiesengrund, das Wasser muss allerdings noch weiter aufgeheizt werden.

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Noch leer sind die Lehrschwimmbecken Saatschule und Im Nordfeld. Bis diese beiden Becken gefüllt und beheizt sind kann es nach Angaben von Stadtbaurat Thorsten Grote bis zu zwei Wochen dauern. Er bittet alle Betroffenen noch um ein wenig Geduld.
Ebenfalls noch leer ist das Lehrschwimmbecken Lichte Kammer, weil dort nach wie vor Reparaturarbeiten laufen. Daher wird sich die Öffnung dieses Beckens etwas verzögern.

In Bezug auf die sich sehr dynamisch entwickelnde Energie-Krise soll in den kommenden Tagen neben vielen anderen Überlegungen auch ein detaillierter Verbrauch der Lehrschwimmbecken ermittelt werden, um anhand dieser Angaben auf die Energiekrise reagieren und mögliche Sparmaßnahmen ergreifen zu können. „Alle Kommunen sind durch die Bundesregierung angehalten, massiv Energie einzusparen. Die Aussage der Bundesregierung, jede eingesparte kw/h Energie ist wichtig, muss ernst genommen werden. Es geht hier um die Energiesicherheit unseres Landes“, weist Bürgermeister Michael Joithe auf den Ernst der Lage hin. Weiter erläutert Joithe: „Ob die Lehrschwimmbecken tatsächlich Teil der notwendigen Energieeinsparungen werden, ist im Übrigen keine Entscheidung, die von der Verwaltung alleine getroffen wird. In dieser Frage müssen Verwaltung und Politik gemeinsam prüfen, was notwendig und sinnvoll ist. Ich denke, keiner macht sich solche Entscheidungen leicht oder handelt fahrlässig.“

Vorerst aber können sowohl Schulen und Kitas als auch Vereine und Gruppen aufatmen und wie gewohnt Schwimmunterricht und -Kurse anbieten.

Wie sich die Lage über die Herbst-Winter-Monate entwickelt muss abgewartet und dementsprechend dann neu bewertet werden.

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