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Darmkrebsvorsorgetag der Stadtverwaltung Plettenberg (von links): Dr. Georg Krupp, Ulrich Schulte, Ludmilla Bay, Claudia Schneider und Anne Hunfeld Foto: Stadt Plettenberg

Plettenberg. Seit zwei Jahren hat sich die Stadtverwaltung Plettenberg die Betriebliche Gesundheitsförderung der Beschäftigten auf die Fahnen geschrieben. Unterstützt wird sie dabei durch Anne Hunfeld, Mitarbeiterin der AOK. Seitdem wird an vielen Schrauben gedreht. Basis der ersten internen Aktionen war eine Beschäftigtenbefragung.
Für das Jahresende 2018 hatten die Mitarbeitenden des entsprechenden Arbeitskreises einen besonderen Plan. Sie wollten über die Wichtigkeit der Darmkrebsvorsorge informieren. „Jetzt haben wir die Idee in die Tat umgesetzt“, begrüßte Bürgermeister Ulrich Schulte alle Interessierten am Mittwoch im Ratssaal.

Foto: Stadt Plettenberg

Die zahlreich erschienenen Beschäftigten wurden positiv überrascht. Das sensible Thema wurde nämlich zunächst humorvoll verpackt. Das Vorsorgtheater der Stiftung Lebensblicke schaffte es, den Anwesenden auf unterhaltsame Weise zu erklären, warum die Darmkrebsvorsorge so wichtig ist. Ehepaar Döll, alias Volker Heymann und Spielpartnerin Coralie Wolff, lieferte sich doppeldeutige Wortgefechte. Am Ende zeigte sich Ehemann Heinz einsichtig und ging zur Vorsorgeuntersuchung. Mit dem Stück „Alarm im Darm“ war also die erste Hemmschwelle abgebaut und das Publikum aufnahmebereit für die folgenden Fakten.

„Etwa 60.000 Menschen in Deutschland erkranken jährlich an Darmkrebs“, wies Gastredner Dr. Georg Krupp auf die erschreckende Zahl hin. Dabei sei die Vorsorge das probate Mittel, die Entstehung von Darmkrebs zu verhindern. Während einer Darmspiegelung werden Polypen, die gefährlich werden können, nämlich direkt entfernt. Dr. Georg Krupp und seine Kollegin Ludmilla Bay führen im Plettenberger Radprax-Krankenhaus die Koloskopien durch. „Diese Einsätze sind heute wirklich harmlos. Schmerzen hat man dabei keine“, so Krupp.

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Ein erster möglicher Schritt zur Vorsorge ist auch, den Stuhlgang auf Blut testen zu lassen. Daher wurden Testkits zur Stuhluntersuchung an die Kollegenschaft ausgegeben.

Bei entsprechendem Ergebnis ist der zweite Schritt dann auf jeden Fall die Darmspiegelung. Besonders hilfreich fanden die Teilnehmenden des Darmkrebstages die Tatsache, dass das Radprax-Krankenhaus mit einem kleinen Team einen Koloskopieturm vor dem Ratssaal aufgebaut hatte und für Fragen zur Verfügung stand. „Hier kann man sich die Geräte mal ansehen und verliert die Scheu davor“, freute sich Matthias Steinhoff, Fachgebietsleiter für Interne Serviceleistungen, über die professionelle Unterstützung des Krankenhauses.

Quelle: Pressemitteilung der Stadtverwaltung Plettenberg

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