Symbolfoto: Mathis Schneider / Märkischer Kreis

Märkischer Kreis. (pmk) Die Ständige Impfkommission (STIKO) will ihre Impfempfehlung für eine Zweitimpfung nach einer ersten AstraZeneca-Dosis anpassen. Impfwillige sollen künftig unabhängig von ihrem Alter mit der zweiten Spritze einen mRNA-Impfstoff erhalten. In den Impfzentren des Kreises wird so seit Freitag (2. Juli) verfahren.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat am Donnerstag eine Stellungnahme zur sogenannten “heterologen” Impfung veröffentlicht – also einer Erstimpfung mit dem Astra-Impfstoff und als zweite Dosis ein mRNA-Impfstoff von BioNTech oder Moderna. Die Empfehlung gelte “vorbehaltlich der Rückmeldungen aus dem noch zu eröffnenden Stellungnahme-Verfahren”. Fachleute begrüßen diesen Rat, weil die Immunantwort nach dem Verabreichen von zwei verschiedenen Präparaten – erst Vektor-, dann mRNA-Impfstoff – wirksamer sein soll als eine zweimalige Impfung mit Vaxevria (Astra). Die Verantwortlichen im Impfzentrum des Kreises rechnen damit, dass das Verfahren zu einer neuen Sichtweise der Kombinationsimpfung führen wird.

Im Vorgriff auf die zu erwartende Impfempfehlung wird in den Impfstellen in Lüdenscheid und Iserlohn seit Freitag allen dort bereits einmal mit Vaxevria (Astra) geimpften Personen eine Zweitimpfung mit einem mRNA-Impfstoff angeboten – unabhängig vom Alter (ab 16 Jahre).

Viele Hausärzte stehen jetzt vor dem Problem, dass ihre Patienten auch einen mRNA-Impfstoff für die Zweitimpfung haben wollen. Dies ist aber aus logistischen Gründen kurzfristig oftmals nicht möglich, da die Impfstoffbestellungen einen Vorlauf von bis zu 14 Tagen benötigen.

Deshalb bietet das Impfzentrum des Märkischen Kreises Hilfe und Entlastung an. Betroffene Patienten, die über ihren Hausarzt keinen mRNA-Impfstoff für eine Zweitimpfung erhalten, können im Internet unter t1p.de/vck6 einen Termin zur Zweitimpfung mit einem mRNA-Impfstoff im Impfzentrum Lüdenscheid buchen.

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