Grafik: Agentur für Arbeit Iserlohn

Märkischer Kreis. Die Arbeitslosigkeit sinkt im Märkischen Kreis im November wieder unter die 17.000er Marke. Insgesamt waren 16.974 Personen im November 2020 im Märkischen Kreis arbeitslos gemeldet, 675 Personen weniger im Vergleich zum Vormonat (-3,8%). Das teilt die Agentur für Arbeit Iserlohn in ihrer monatlichen Veröffentlichung zur Arbeitsmarktsituation mit.

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Märkischen Kreis im November 2020 gesunken. Insgesamt waren 16.974 Personen arbeitslos gemeldet. Verglichen mit den Zahlen des Vormonates sind dies 675 Personen oder 3,8 Prozent weniger. Im Vergleich zum November des Vorjahres steigt die Zahl der Arbeitslosen um 2.481 Personen bzw. 17,1 Prozent. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen beträgt im November 7,5 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 6,4 Prozent (+1,1 Prozentpunkte).

Arbeitslosenversicherung

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung wurden in diesem Monat 6.619 Personen arbeitslos gemeldet. Die Zahl hat sich im Vergleich zum Vormonat um 349 Personen bzw. 5,0 Prozent verringert. Im Vorjahresvergleich bedeutet dies eine Erhöhung um 1.497 Personen oder 29,2 Prozent (Höchststand 2020: Erhöhung zum Vorjahr 2.716 Personen oder 57,8 %).

Jobcenter

Volker Riecke Foto: Agentur für Arbeit Iserlohn

Aktuell betreut das Jobcenter Märkischer Kreis in 16.102 Bedarfsgemeinschaften 21.700 erwerbsfähige Leistungsberechtigte im Alter zwischen 15 und 65 Jahren. Die darin enthaltene Zahl der Arbeitslosen ermäßigte sich im November deutlich um weitere 326 auf 10.355 Personen (- 3,1 %). „Der Rückgang der Arbeitslosigkeit ist auch in diesen Monat auf Abgänge in Erwerbstätigkeit und auf Abgänge in Qualifizierungsmaßnahmen zurückzuführen“, erläutert Volker Riecke, Geschäftsführer des Jobcenters Märkischer Kreis.

Kurzarbeit

Aktuelle Hochrechnungen zur tatsächlich realisierten Kurzarbeit im Märkischen Kreis zeigen, dass im Juli 29.081 Personen Kurzarbeitergeld in 1.914 Betrieben bezogen haben. Im Krisenjahr 2009 waren im Vergleich hierzu im Juli 837 Betriebe und 16.616 Personen betroffen.

Nachdem sich in den Sommermonaten die Lage auf dem Arbeitsmarkt etwas entspannt hatte, konnten einige Unternehmen die Kurzarbeit beenden. „Durch den sich bereits im Oktober abgezeichneten Teil-Lockdown haben einige Arbeitgeber nun prophylaktisch eine Anzeige auf Kurzarbeit bei uns gestellt. Es ist bereits ein leichter Anstieg an neuen Anzeigen zu erkennen. Wir sehen hierin jedoch das positive Signal, dass unsere heimischen Arbeitgeber ihr Personal mithilfe von Kurzarbeit halten wollen“, erklärt Sandra Pawlas, Chefin der Agentur für Arbeit Iserlohn.

Arbeitskräftenachfrage

Dem gemeinsamen Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Iserlohn und des Jobcenters Märkischer Kreis wurden im November 1.125 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet, 243 mehr als im Vormonat. Im Bestand befinden sich insgesamt 3.709 offene Stellen, 1.180 weniger als im Vorjahresmonat.

Ausbildungsmarkt – es tut sich noch etwas

Sandra Pawlas Foto: Agentur für Arbeit Iserlohn

Auch nach dem klassischen Ausbildungsbeginn am 1. August ist noch Bewegung auf dem Ausbildungsmarkt. Durch die Corona-Pandemie war in diesem Jahr vieles anders: Beratungsangebote an Schulen und Praktika fielen aus, Ausbildungsbörsen konnten nicht stattfinden – weniger Ausbildungsverhältnisse sind zustande gekommen und das Ausbildungsgeschehen hat sich insgesamt um rund acht Wochen nach hinten verschoben. Die klare Botschaft von Sandra Pawlas lautet daher weiterhin: “Es ist noch immer nicht zu spät! Jugendliche können auch jetzt noch eine Ausbildung oder ein Praktikum in einem Betrieb beginnen. Aktuell sind für das Ausbildungsjahr 2020 noch 89 Ausbildungsstellen im Märkischen Kreis offen.” Aber auch für das nächste Jahr können jetzt schon die Weichen gestellt werden: Viele Ausbildungsstellen für 2021 sind schon gemeldet.

Nachfrage zieht an

Die Zahl der Arbeitslosen sank in allen Städten und Gemeinden im November im Märkischen Kreis, es wurden erstmals seit März wieder über 1.000 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet – gleichzeitig wurden wieder mehr Anzeigen auf Kurzarbeit gestellt.

Sandra Pawlas fasst zusammen: „Der positive Trend am heimischen Arbeitsmarkt setzt sich auch im aktuellen Monat fort: Die Arbeitskräftenachfrage zieht an und wir verzeichnen vermehrt Abgänge in Erwerbstätigkeit. Saisonuntypisch sinkt so auch im November die Arbeitslosigkeit bei uns im Kreis, obwohl sie coronabedingt auch im aktuellen Monat deutlich höher ist als im Vorjahr.“

Erneut gestiegen ist die Zahl der Anzeigen auf Kurzarbeit. „Wir sehen im leichten Anstieg der Anzeigen auf Kurzarbeit das präventive Verhalten der heimischen Arbeitgeber und die weiterhin positive Nachricht an die Belegschaften, Personal halten zu wollen”, sagt Pawlas. “Dabei möchte ich auch noch einmal das Thema Qualifizierung unterstreichen: Qualifizierung ist auch während der Kurzarbeit möglich – bei einer Verbindung von Kurzarbeit und Qualifizierung können die Sozialbeiträge weiterhin zu 100 Prozent erstattet werden. Hier möchte ich vor allem Arbeitgeber ermutigen: Greifen Sie zum Hörer und rufen Sie uns an! Wir stehen in allen Fragen rund um Weiterbildung und Qualifizierung jederzeit gern zur Verfügung. Wir blicken optimistisch, aber nicht euphorisch auf die nächsten Wochen und Monate. Wir sehen in den aktuellen Zahlen noch nicht die Auswirkungen des Light-Lockdowns.”

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