Ömer Dege ist neues Ortsvorstandsmitglied. Foto: Ulrich Flasshoff/IGM

Neuenrade/Märkischer Kreis. Am vergangenen Donnerstag trafen sich Betriebsräte und aktive Gewerkschafter zur vierteljährlichen Delegiertenversammlung der IG Metall Märkischer Kreis im Hotel Kaisergarten in Neuenrade. Auf der Tagesordnung standen Berichte aus Betrieb und Gewerkschaft, Nachwahlen zum Ortsvorstand und als inhaltliches Schwerpunktthema Jugend und Ausbildung.

Die Bevollmächtigten Gudrun Gerhardt und Torsten Kasubke machten die Tarifbindung in örtlichen Betrieben zu einem Schwerpunkt in ihrem Geschäftsbericht. In einigen Betrieben sei man auf dem Weg, erstmalig tarifliche Regelungen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen durchzusetzen. Zusätzlich versuche man in fünf Betrieben, durch Haustarifverträge Standort und Beschäftigung zu sichern. Bei der Plettenberger Firma DURA betreue die IG Metall nun eine Vielzahl an Kündigungsschutzklagen, nachdem das amerikanische Unternehmen rund Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gekündigt hat.

Dank an Christopher Schwarzer

Nach vielen Jahren im IG Metall-Ortsvorstand hat Christoph Schwarzer, Betriebsratsvorsitzender der Firma Flühs Drehtechnik in Brügge, aus zeitlichen Gründen seinen Rücktritt erklärt. Gudrun Gerhardt dankte ihm für die langjährige Zusammenarbeit – mit der Hoffnung, auf ihn weiterhin als aktiven Betriebsratsvorsitzenden im Betrieb setzen zu können. Für Christoph Schwarzer wurde Ömer Dege in den Vorstand der IG Metall Märkischer Kreis nachgewählt. Der 38-jährige Dege ist Betriebsratsvorsitzender beim Werdohler Aluminiumradhersteller Uniwheels.

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Berufsbildungsgesetz veraltet

Die märkischen Jugendvertreter Manuel Bunge (Kostal) und Tanju Yoldasoglu (Risse und Wilke) machten sich vor der Bundestagswahl stark für Toleranz und Vielfalt. Auch die Ausbildungsqualität war Thema ihres Beitrags. Das Berufsbildungsgesetz, das in seinen Grundzügen aus dem Jahr 1969 stammt, müsse dringend an die moderne Ausbildung angepasst werden. Marc Otten, beim IG Metall-Bezirk NRW für Ausbildung zuständig, schloss sich in seiner Rede an. Die fortschreitende Digitalisierung zwinge die Politik dazu, zur Sicherung von Arbeit und Ausbildung endlich zu handeln. Der örtliche Jugendsekretär Fabian Ferber berichtete über die vielfältigen Angebote der IG Metall-Jugend vom individuellen Beratungsangebot bis zur Bildungsarbeit für Jugendvertreter und Mitglieder.

Info: Die Delegiertenversammlung setzt sich aus über 160 Delegierten aus Betrieben und Gewerkschafts-Ausschüssen (u.a. Jugend, Frauen und Senioren) zusammen. Sie überprüft die Arbeit der örtlichen Geschäftsstelle und wählt zum Beispiel den Ortsvorstand inklusive der beiden hauptamtlichen Bevollmächtigten.

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