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Das neue Führungs-Team: Torsten Kasubke und Fabian Ferber, links Gudrun Gerhardt, die 16 Jahre in der Geschäftsführung der märkischen IG Metall gearbeitet hat. Foto: Franziska Altenberg

Lüdenscheid/Märkischer Kreis. Die IG Metall Märkischer Kreis hat sich am Donnerstagabend neu aufgestellt. Vor historischer Kulisse – in der Lüdenscheider Schützenhalle fand 1948 der Vereinigungsverbandstag der IG Metall als Gründungsakt der größten deutschen Gewerkschaft statt – haben die Mitglieder der Delegiertenversammlung die Weichen für die kommenden vier Jahre gestellt.

Die bisherige Erste Bevollmächtigte Gudrun Gerhardt trat nach 16 Jahren in der Geschäftsführung (davon seit 2015 als Erste Bevollmächtigte) nicht erneut an. Ihr folgt Torsten Kasubke, der seit 2015 als Zweiter Bevollmächtigter fungierte. Neu in der Geschäftsführung als Zweiter Bevollmächtigter ist Fabian Ferber, der seit fünf Jahren zum Team gehört unter bislang anderem den Jugendbereich der IG Metall Märkischer Kreis betreute.

NRW-Gewerkschaftssekretär Thomas Hay bedankte sich für die IG Metall Nordrhein-Westfalen bei Gudrun Gerhardt für die gute Zusammenarbeit. Torsten Kasubke und Fabian Ferber sowie dem gesamten neu gewählten Ortsvorstand wünschte er eine glückliche Hand bei den anstehenden Aufgaben.

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Die IGM-Delegierten versammelten sich in der historischen Lüdenscheider Schützenhalle. Foto: Franziska Altenberger

Neben den beiden hauptamtlichen Mitgliedern wurden 13 weitere ehrenamtliche Mitglieder in den Ortsvorstand der märkischen Metaller gewählt: Uwe Beckmerhagen (Kostal), Ralf Hahn (Otto Fuchs), Heike Humer (Wirtschaftsdienste Hellersen), Walter Kompert (Platestahl), Lucy Strauch (HME Menden), Eckhard Wach (Frauenthal Powertrain), Tanju Yoldasoglu (Risse & Wilke), Ralf Fenner (VDM Werdohl), Maik Horn (Grohe AG), Ali Kaya (Kirchhoff-Witte), Ali Sen (VDM Altena), Holger Triebert (Eduard Hueck) und Nicole Werdermann-Lira (Gustav Alberts).

Gudrun Gerhardt und Torsten Kasubke blickten zu Beginn der Versammlung auf die vergangenen vier Jahre zurück. Viele Aktivitäten waren zu verzeichnen. Besonders hervorgehoben wurde die Tarifrunde im Jahr 2018, die unter anderem die Wahlmöglichkeit zwischen einer weiteren Sonderzahlung oder weiteren freien Tagen hervorbrachte. Beide dankten den Aktiven für ihren Einsatz im Betrieb und in den Personengruppen, besonders wurden hier die Arbeit der Senioren, der IG Metall-Jugend sowie des Ortsfrauenausschuss hervorgehoben.

Corona und die Transformation der Industriearbeit seien laut Kasubke große Herausforderungen. Er nahm die Politik beim Thema Strukturwandel in die Pflicht: „Wenn in der Politik über Strukturwandel geredet wird, reden alle über Bergbau. Tatsächlich aber sind bei uns in Südwestfalen mehr Arbeitsplätze gefährdet als im Rheinischen Revier. Hier müssen wir lauter werden!“

Fabian Ferber führte in seiner Rede aus, dass bei allen historischen Umbrüchen in der Arbeitswelt die Gewerkschaften „eine Konstante gewesen sind. Und die müssen wir in den nächsten Jahren auch bleiben“. Dabei komme es darauf an, sich mit dem Herzen der historischen Tragweite der Bewegung und mit dem Kopf der Tragweite der großen Herausforderungen bewusst zu sein.

 

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