Eliot
Freuen sich auf die Performance am 13. April: Tom Groll, Jean-Luc Bubert, Uli Kuhn und Ulrike Tütemann. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. „Home“, dieses Wort erinnert Jean-Luc Bubert nicht nur an den zurzeit stark strapazierten Heimatbegriff, sondern auch an „Om“, die heilige Silbe der Hindus und Buddhisten. Der aus Lüdenscheid stammende Theater- und Filmschauspieler sprudelt gleich über, wenn er über die aktuelle Ausstellung im Museum am Sauerfeld spricht.

Das verspricht Spannung für Freitag, 13. April. Dann steht ab 19.30 Jean-Luc Bubert im Mittelpunkt einer Performance. Er wird aus dem 433 Zeilen langen Gedicht „Das wüste Land“ von Thomas Stearne (T. S.) Eliot rezitieren. Die musikalische Begleitung liefert der Lüdenscheider Percussionist Ulli Kuhn. Warum Bubert beim Nachdenken über Heimat ausgerechnet auf „Das wüste Land“ gekommen ist, bleibt vorerst sein Geheimnis. Vielleicht hat die wohl berühmteste Zeile aus dem Mammut-Epos („April ist der grausamste Monat“) den Impuls ausgelöst. Immerhin findet die Veranstaltung ja im April statt und das auch noch ausgerechnet an einem Freitag, dem 13.



Rückwärts durchs Museum

Jean-Luc Bubert, Ulli Kuhn sowie Ulrike Tütemann und Tom Groll als Kuratoren der Ausstellung lassen sich vom Unglücksdatum nicht schrecken. Bubert legt sogar noch einen drauf und rollt bei der mobilen Rezitation die Ausstellung von hinten nach vorn auf. „Wo der Nullpunkt liegt, ist doch egal“, sagt er. „Der Kreis schließt sich immer.“

Das gilt für ihn und andere, für die es nach dem Abi hieß: „Nur weg aus Lüdenscheid.“ Jetzt ist Bubert, wie andere auch, wieder da. Wenn auch nur vorübergehend.

Das Museum ist eine hervorragende Bühne

Seit 2000 ist er unterwegs. Schauspielausbildung in Bochum, Engagements in der Ruhrgebietsstadt, in Düsseldorf, am Volkstheater München, unter anderem eine „Tatort“-Rolle und jetzt in Köln, nahe der Heimat Lüdenscheid – das sind die Stationen des Mannes, der sich von seinem Freund Tom Groll dafür begeistern ließ, eine Performance inmitten der Ausstellung „Home“ zu kreieren.

„Das Museum ist eine hervorragende Bühne“, freut sich Jean-Luc Bubert auf Freitagabend. Seine Performance, so hoffen er und die Kuratoren, könnte Menschen erreichen, die bislang noch keine Fuß ins Museum am Sauerfeld gesetzt haben.

Genau das hat die Ausstellung „Home“ ja schon mehrfach bewiesen.

 

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