Foto: Wirtschaftsbetrieb Hagen

Hagen. Gut drei Wochen nach dem Starkregen in Hagen werden einige Schäden erst jetzt in ihrem ganzen Ausmaß sichtbar. So auch der Schaden an der historischen Fußgängerbrücke über die Volme im Herzen Dahls. Der Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) hat die Brücke am Donnerstag, 5. August, gesperrt – das Bauwerk ist einsturzgefährdet.

Unmittelbar nach dem Hochwasser hatte der WBH Steinausbrüche im Bereich des Bogenpfeilers festgestellt. Diese Ausbrüche stellten zunächst kein Indiz dafür dar, dass die Statik der Brücke betroffen ist. Durch das Eindringen von Wasser in Fugen können sich einzelne Steine lösen. Dieser Schaden lässt sich in der Regel gut ausbessern.

Steine rutschen ab

Vorsorglich wurde das Bauwerk überwacht. Dabei stellte der WBH fest, dass das Loch in einem der Brückenpfeiler breiter wird und die Steine nach unten abrutschen. Das ist ein Anzeichen dafür, dass die Brückenpfeiler durch das Hochwasser unterspült wurden, Teile der Gründung Schaden genommen haben und somit die Standhaftigkeit der Bogenkonstruktion nicht mehr gewährleistet ist.

Völlig neue Tiefenverhältnisse

Vor dem Hochwasser hat die Wassertiefe unter und hinter der Brücke im Bereich des betroffenen Brückenpfeilers circa 40 bis 80 Zentimeter betragen. Hinter der Brücke war ein Böschungsbereich vorhanden. Nach dem Hochwasser sind die gesamte Flusssohle und die Böschung abgetragen. Nun existieren Tiefenverhältnisse von schätzungsweise knapp zwei Metern.

Einsatz von Tauchern nicht möglich

Eine Überprüfung der unter Wasser liegenden Brückenteile durch einen Taucher ist aufgrund des getrübten Wassers und der Einsturzgefahr zurzeit nicht möglich. Der WBH untersucht in Zusammenarbeit mit einem Ingenieurbüro, welche Sicherungsmaßnahmen möglich sind, um einen drohenden Einsturz zu verhindern.

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