Der STL organisiert die Entsorgung des Hochwassermülls. Symbolfoto: Sven Prillwitz

Lüdenscheid. (PSL) Insgesamt fast 700 Tonnen Sperrmüll sowie Haus- und Grünabfälle hat der Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetrieb Lüdenscheid bis einschließlich Montag, 26. Juli, aus den vom Hochwasser betroffenen Gebieten in Lüdenscheid und Halver-Oberbrügge abtransportiert. Hinzu kommen ungezählte Mengen an Elektroschrott und Gefahrstoffen. Der STL ist mit dem Voranschreiten der Aufräumarbeiten zufrieden – und lobt die „sehr gute Zusammenarbeit“ mit unterschiedlichen involvierten Behörden.

Schneller als gedacht

„Wir sind besser und schneller als ursprünglich gedacht durchgekommen“, sagte der stellvertretende STL-Chef Andreas Fritz. Bereits am Samstagvormittag sei der Großteil an Sperrmüll, Abfällen und Elektroschrott aus Brügge, Brüninghausen, Wettringhof, der Mintenbecke und vom Gelände des Schlosses Neuenhof verschwunden gewesen. Zu diesem Zeitpunkt lief die Sammelaktion des STL seit gerade einmal dreieinhalb Tagen.



Aktion läuft noch bis 28. Juli

Noch am Samstag rückten die Müllwagen auch erstmals nach Oberbrügge aus, um die Aufräumarbeiten in der Nachbarkommune zu unterstützen. Seit Montag und noch bis einschließlich kommenden Mittwoch, 28. Juli, fährt der Entsorgungsbetrieb alle genannten Bereiche weiter ab. Anwohner können ihren Müll noch bis zu diesem Tag ohne vorherige Anmeldung am Straßenrand deponieren und abholen lassen.

Öffnungszeiten der Deponie verlängert

Fritz lobte den „unermüdlichen Einsatz“ des Personals. Knapp 300 Tonnen Sperrmüll und 400 Tonnen an Hausmüll und Grünabfällen waren bis Montagnachmittag zur Entsorgung nach Iserlohn transportiert worden. Möglich war das laut Fritz auch, weil der Märkische Kreis die Öffnungszeiten seiner dortigen Mülldeponie kurzerhand verlängert hatte. Außerdem gab die Bezirksregierung Arnsberg nicht nur grünes Licht für samstägliche Mülltransporte, sondern erlaubte auch die Entsorgung von mehr als 100 Tonnen Abfall pro Tag.

Hilfe aus Dortmund, Hamm und Recklinghausen

Ebenfalls entscheidend: Die Ruhrgebiets-Städte Dortmund, Hamm und Recklinghausen unterstützen den STL seit vergangener Woche und noch bis einschließlich Mittwoch mit jeweils einem Fahrzeug und Personal. „Wir freuen uns sehr über den großen Zusammenhalt und die schnelle und unkomplizierte Unterstützung“, bedankte sich Andreas Fritz für die Hilfe von außen.

Zahllose Elektrogeräte

Zumal nicht nur die ohnehin schon immensen, nach Iserlohn transportieren Abfallmengen entsorgt wurden. Denn auch zahllose Elektrogeräte sind wegen des Hochwassers unbrauchbar geworden und wurden zum Recycling-Hof des STL gefahren. Wie viele Tonnen an Elektro- und Metallschrott zusammengekommen sind, konnte Fritz nicht benennen. Das gilt auch für die Menge an unbrauchbaren Lackdosen, Benzinkanistern und andere Gefahrstoff-Behältern. „Aber auch das ist jeweils eine Menge“, so Fritz.

1 KOMMENTAR

  1. Lüdenscheid 03.08.2021
    Einser großes Lob,an euch fleißigen mitarbeiter- der Stadt Lüdenscheid.
    Besonderen große dank an euren Chef- der das alle so gut Organisiert.
    Danke Danke Danke
    Liebe Grüße
    Jürgen Schöffer

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here