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Am Mittwochmittag feierte Herscheid die RAAM-Helden. Foto: Wolfgang Teipel


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Herscheid/Plettenberg/Meinerzhagen. Der große Kattwinkel-Reisebus kurvt auf den Platz vor der Herscheider Schützenhalle. Schilder werden in die Luft gereckt. „So sehen Sieger aus“, steht auf einem der Plakate. Dann ertönt der Queen-Hit „We are the Champions“ und endlich klettern Markus Gärtner und Co. aus dem Bus. Herscheid feiert die RAAM-Helden.

Markus Gärtner, Julian Becker, Sven Dunker und Miki Milivoje Nilovic und das Begleitteam haben das härteste Radrennen der Welt mit Erfolg abgeschlossen. 4812 Kilometer quer durch Amerika. Das „Race across America“ ist die ultimative Herausforderung. Die rund 180 Kilometer mit dem Bus von Frankfurt nach Herscheid waren dagegen einem Kinderspiel.

Gäste aus Magdeburg

Gäste aus Magdeburg waren eigens angereist, um die Ankunft der RAAM-Helden zu feiern. Am Nachmittag düsten sie wieder zurück. Angehörige, Freunde und Bekannte des Teams zollten den Racern am Mittwochmittag ebenfalls ihren Respekt und freuten sich, dass alle wieder heil im Sauerland eingetroffen sind.



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Erstmal zum Röntgen

Für den Meinerzhagener Miki Milivoje Nilovic stand allerdings gleich der nächste Termin an. Der Orthopäde hatte sich am ersten Tag des Rennens bei einem Sturz das Schlüsselbein gebrochen. Aufgegeben hat er nicht. Bei Flachetappen trat er kräftig in die Pedale. Vorbei. Jetzt muss er erstmal zum Röntgen und möglicherweise noch eine OP über sich ergehen lassen.

Sekt und Eintrag ins Gästebuch

„Eine fantastische Leistung“, bescheinigte Herscheids Bürgermeister Uwe Schmalenbach den Racern und der Crew. Herscheid habe schon viele hervorragende Sportler hervorgebracht. „Aber so etwas hatten wir noch nie.“ Dann gab es Sekt für die RAAM-Helden, die das Rennen in der Kategorie Vierer-Teams als Dritte abgeschlossen haben. Anschließend folgte der Eintrag ins Gästebuch der Gemeinde.

Zur Begrüßung flogen hunderte von roten Herzen durch die Luft. Foto: Wolfgang Teipel

Die Herausforderung, die Fahrer und Team bewältigt haben, könnte kaum größer sein: Das Rennen führte über rund 4812 Kilometer von der West- zur Ostküste durch zwölf US-Bundesstaaten. Es ging über 55.000 Höhenmeter, darunter über 3000 Meter-Pässe in den Rocky Mountains und durch die Höllenhitze der Mojave-Wüste, in der es bis zu 45 Grad heiß werden kann.

Fahren für die Palliativstation

Das Rennen mit seinen Ultra-Herausforderungen ist ein hochklassiges Sportevent. Zudem dient es wohltätigen Zwecken. Das RAAM-Team 2019 trat für die Palliativstation des Klinikums Hellersen an. Schirmherr des Unternehmens war MK-Landrat Thomas Gemke.

 

 

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