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Tuschezeichnung von Heinrich Mauersberger


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Plettenberg. Heinrich Mauersberger aus Leipzig erhält das Stipendium 2019 des Kunstfördervereins Werkstatt Plettenberg. Der Maler und Grafiker wird im Mai ins Stipendiatenhaus am Kirchplatz einziehen.

Vorstand und Beirat der Werkstatt Plettenberg hielten es für nötig, das Ausschreibungsverfahren zum jährlichen Stipendium zu ändern. In diesem Jahr wurde erstmals gezielt nach geeigneten Künstlerinnen und Künstlern geforscht, die dann um eine Bewerbung gebeten wurden. Auf die bisherige Praxis einer öffentlichen Ausschreibung mit Vorauswahl und Einladung zur Bewerberausstellung verzichteten die Kunstförderer.

Aus einem kleinen Kreis eingegangener Bewerbungen wählte das Entscheidungsgremium am gestrigen Donnerstag, 14. Februar, mit klarer Mehrheit den 31-jährigen Heinrich Mauersberger für das diesjährige Stipendium.



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Malerei und Grafik

Heinrich Mauersberger aus Leipzig ist Werkstatt-Stipendiat 2019. Bildquelle: Werkstatt Plettenberg

Der gebürtige und wohnhafte Leipziger ist den Sparten Malerei und Grafik zuzuordnen. Damit steht er in der Tradition der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst, an der er von 2008 bis 2013 bei den Professoren Hopfe und Kerbach studierte. Dem schloss sich ein Meisterschülerstudium bei Professorin A. Schröter zwischen 2013 und 2016 an. Nach einem Auslandsaufenthalt 2017 in Uruguay und zwei Stipendien im Jahr 2018 steht er noch am Anfang seiner künstlerischen Entwicklung. Gleichwohl konnte er bereits in den vergangenen fünf Jahren mehrere Ausstellungen im Leipziger Umfeld und darüber hinaus durchführen.

Durch die Wahl von Heinrich Mauersberger erhofft sich die Werkstatt einen lebendigen und künstlerisch produktiven Aufenthalt, der sowohl ihm als auch den Mitgliedern und der kunstinteressierten Öffentlichkeit Spannendes bieten wird.

“Die einfachen Wohnverhältnisse und das Beschränken auf das Wesentliche reizen mich”

Der Künstler scheint das ebenso anzustreben, indem er schreibt: “Gerade die einfachen Wohnverhältnisse und das Beschränken auf das Wesentliche reizen mich künstlerisch wie lebenstechnisch, da sie zu einem stärkeren Erleben und somit einer formalen Verdichtung führen. Ich verstehe mich zuerst als Maler, der mit Tempera und Öl hantiert, die Kunst der Zeichnung aber genauso leidenschaftlich betreibt. Meine Bilder entspringen dem erlebten Alltag. Oft sind es Straßen und Häuser, die mich motivisch anziehen und die mich nach der Wahrnehmung von Stillstand und Geschwindigkeit fragen lassen. Zunehmend interessiert mich jedoch die Langsamkeit und Weichheit des Waldes, die ich strukturell und farblich fassen will.”

Gemälde von Heinrich Mauersberger

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