Heimathelden 3.0 – vier Bands lieferten ihrem Publikum einen rundum gelungenen Abend. Fotos: Iris Kannenberg und Daniel Scharf.

Lüdenscheid. Bereits zum dritten Mal begeisterten die „Heimathelden“ in der restlos ausverkauften Gaststätte Dahlmann ihr feierfreudiges Publikum. Christian Breddermann, der vor zwei Jahren die „Heimathelden“ mit ins Leben gerufen hatte, durfte sich gemeinsam mit seiner Crew auch an diesem Abend über ein volles Haus freuen.

Stimmgewaltige Sänger

Ampersand eröffnete den Abend.

Die Band “Ampersand” mit den beiden stimmgewaltigen Sängern Björn Bergs und Julia Späinghaus und ihren Bandkollegen Max Jalaly (Kontrabass), Stefan Wecker (Schlagzeug) und Benjamin Schlanzke (Gitarre und Backing Vocals), machte wie bereits im letzten Jahr den beschwingten Auftakt des Abends mit coolen Coverversionen von bekannten Songs aus  den vergangenen 60 Jahren.

Vollblutmusiker

Julia Späinghaus überzeugt mit viel Ausstrahlung.

Die Band, die in so gar kein Raster passen will, war der richtige Einstieg in diesen abwechslungsreichen Abend.

Und punktete mit ihren durchweg sympathischen Musikern, die einmal mehr zeigten, dass sie Jazz und Blues ebenso beherrschen wie Pop und rockige Elemente. Musik machen können die fünf einfach und bewiesen genau wie im Vorjahr, dass auch die undankbare “Polposition” bei einem Konzert mit insgesamt vier Bands, dem Publikum echt einheizen kann.

Internationales Format

Jinruh, die Band um Daniel Koroma mausert sich immer mehr zur professionellen Showband!
t.

Weiter gings mit “Jinruh”, der Band um den charismatischen Sänger Daniel Koroma. Er stand mit Bassam Eldodo (Gesang, Gitarre), Noél Thieme (Gitarre), Thi Nguyen (Keyboard), Dennis Awad (Schlagzeug) sowie Duc Nguyen (Bass) gemeinsam auf der wieder einmal – für so viel geballte Power – viel zu kleinen Bühne. Sie waren wie schon im vergangen Jahr die Showband des Abends.

Eine Stimme wie Samt und Seide

Eine unglaubliche Stimme hat Bassam Eldodo.

Bassam Eldodo überzeugte an diesem Abend ganz besonders mit seinem erstklassigen Gesang. Eine Stimme wie Samt und Seide, die man so bei einem Mann nur selten in dieser Qualität zu hören bekommt. Spannend auch im Wechsel mit Daniel, der mit seiner ihm so ganz eigenen Dynamik das Publikum mitriss.

“Jinruh” ist eine Band, die man sich merken sollte. Die Jungs haben das Potential, ganz groß durchzustarten. Und im übrigen auch noch als besonderes I-Tüpfelchen obendrauf einen Gitarristen, der exakt aussieht wie Johnny Depp. Was besonders den Mädels echt gut gefiel.

Anspruchsvolle Eigenkompositionen

Klaus Sonnabend, ein musikalischer Profi.

Abgelöst wurde “Jinruh” von der Formation “Sonnabend”. Bandleader Klaus Sonnabend ist ein Musiker, der mit seinem perfekten Gesang und der fast noch perfekteren Beherrschung seiner Gitarre immer wieder eindrücklich zeigt, dass er es einfach kann.

Seine Eigenkompositionen wie “Mein Geschenk” oder “Ich tanz einfach weiter”, sind zudem Songs, die live gut funktionieren und bei denen nicht nur das musikalische Arrangement stimmt, sondern auch das der anspruchsvollen deutschen Texte. Begleitet wurde er von Martin Szalay am Bass und Claus Schulte am Schlagzeug. Auch sie erfolgreiche Berufsmusiker, die zu überzeugen wissen.

Überraschung des Abends

Überraschung des Abends: Hazefeld.

Gesanglich unterstützt wurde Klaus Sonnabend von seinem weiblichen “Buddie” Hannah Kramer, mit der er auch als Duo seit vielen Jahren erfolgreich unterwegs ist. Hannah ist immer ein “Bank” und sieht nicht nur schön aus, sondern hat auch eine wirklich tolle Stimme.

Für viele die Überraschung des Abends war sicher das Hip-Hop-Duo Hazefeld, mit Binyo und BassTea an den Mikros, die bei einigen Stücken richtiggehend auf die Bühne sprangen und dem ganzen Geschehen damit echte Rasanz verliehen. Die “Sonnabend” durchaus gut stand und der Band zusätzlich Pep verlieh. Eine gelungen Kombination, bei der man sagen möchte: Das passt! Macht da mal weiter so! Und noch viel mehr draus …

Immer wieder Stimmungsmacher

Die zwei hatten wie immer vor allem eines: Spaß.

Das Duo “Breddermann” ließ es wie immer ordentlich zum Abschluss krachen. Als echte Stimmungsmacher hatten sie ihre Fans vom ersten Moment an fest im Griff. Die beiden holten sich zur Unterstützung zwischenzeitlich Janina Günz mit auf die Bühne, die Breddermann mit ihrer klaren Stimme durchaus bereicherte.

Wie gewohnt hauten Breddermann auch diesmal wieder alles raus, was sie so zu bieten haben und waren nicht zu bremsen. Berechtigt, denn das Publikum bekam nicht genug von den beiden und brüllte sich die Kehle aus dem Hals nach immer neuen Zugaben.

Breddermänner kaum zu toppen

Christian Breddermann, Musiker und Organisator des Abends. Ihn bringt so schnell nichts aus der Ruhe.

So dauerte das gesamt Konzert auch länger als geplant, was die nachfolgende After-Show-Party ziemlich verkürzte. DJ René, der kurzfristig für den erkrankten DJ Marc Kiss eingesprungen war, hatte es jedenfalls an diesem Abend nicht einfach, die beiden “Breddermänner” noch zu toppen.

Heimathelden 3.0 war auch in diesem Jahr gut organisiert und clever umgesetzt. Die Bands waren durchweg spannend und abwechslungsreich, die Abläufe schnell und perfekt abgestimmt, so dass auch in den Pausen zwischen den Acts keine Langeweile aufkam.

Der Andrang war groß

Voll war´s und mit Fotografen und Filmern medienwirksam inszeniert. Durchaus zu Recht.

Der Andrang war groß und viele mussten draußen bleiben, weil es absolut keine Eintrittskarten mehr zu kaufen gab.

Man darf sich auf das nächste Jahr und die Heimathelden 4.0 auf alle Fälle ganz ungebremst und ohne jegliche Vorbehalte freuen. Das Projekt “Heimathelden” ist eine Bereicherung und hat das Potenzial, zu einer echten und unverzichtbaren “Institution” in Lüdenscheid zu werden . . .

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