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Südwestfalen. „Ein erster und wichtiger Schritt ist getan“, sagt Meinolf Niemand, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Südwestfalen, zur Ankündigung von Verkehrsminister Hendrik Wüst, ab Sommer das Azubi-Ticket in Nordrhein-Westfalen flächendeckend einzuführen.

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„Wer aber die Gleichstellung von akademischer und beruflicher Bildung wirklich will, muss das Azubi-Ticket zu den gleichen Preisen anbieten wie das Semester-Ticket für Studierende. Davon sind wir derzeit leider noch deutlich entfernt.“

Nach jetzigem Stand ist das Azubi-Ticket mehr als zweieinhalbmal so teuer als das für Studierende: Bei den derzeit gültigen Preisen für verbundweite Tickets liegt der Gesamtpreis für das Azubi-Ticket bei maximal 82 Euro im Monat, sprich 984 Euro pro Jahr, was einem Semesterbetrag von 492 Euro entspräche. „Zwar können die Betriebe die Bezuschussung des Azubi-Tickets als Betriebsausgabe steuerlich geltend machen, die Belastung ist aber unter dem Aspekt der Gleichwertigkeit von akademischer und beruflicher Bildung nicht hinnehmbar.“

Der Fachkräftemangel ist schon jetzt im Handwerk deutlich spürbar. Die verbliebene Ungerechtigkeit für die Azubi ist sicher kein Anreiz, eine gewerbliche Ausbildung zu machen und die Betriebe fühlen sich ein weiteres Mal ein Stück weit im Stich gelassen. Die Forderung des Handwerks ist eindeutig: „Das Azubi-Ticket muss von Jahr zu Jahr günstiger werden. Ein Ticket zu einem Preis von gut 80 Euro ist perspektivisch zu teuer, um eine Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung herzustellen“, betont WHKT-Bildungsexperte Andreas Oehme.

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