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Personal eines externen Unternehmens übernimmt vorübergehend die Besetzung eines Rettungswagens der Feuerwehr Lüdenscheid. Symbolbild

Lüdenscheid. (PSL) In der Sitzung des Rates der Stadt Lüdenscheid wurde am Montag, 3. Juni, beschlossen, die Falck Notfallrettung und Krankentransport GmbH aus Hamburg ab dem 1. August mit der personellen Besetzung eines 24-Stunden-Rettungswagens zu beauftragen. Das Unternehmen kennt sich in Lüdenscheid bereits aus. Schon seit 2013 besetzt es einen 24-Stunden-Krankentransport.

Mit der Entscheidung reagieren Verwaltung und Politik auf die angespannte Personalsituation im Bereich der Feuer- und Rettungswache. Der Dringlichkeitsentscheidung ging ein Ratsbeschluss am 8. April voraus: Die Mandatsträger lehnten es damals ab, zum Ausgleich der Vakanzen im Rettungsdienst die im Brandschutz zu besetzenden Funktionen zu reduzieren.

Knapper Personalbestand und zusätzlicher Mehrbedarf

Gleichzeitig stimmten sie unter anderem dafür, dass die Stadt auf dem Arbeitsmarkt bzw. bei entsprechenden Dienstleistern nach „externen Lösungen“ für den Rettungsdienst suchen darf. Kurzfristig wurde die Besetzung des 24-Stunden-Rettungswagens daraufhin bis Ende Juli an einen anderen Anbieter vergeben.



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Aufgrund des knappen Personalbestandes der Feuer- und Rettungswache und dem zusätzlichen Mehrbedarf durch den vom Märkischen Kreis verabschiedeten Rettungsdienstbedarfsplan konnte die Vergabe wegen der besonderen Dringlichkeit ohne das ansonsten übliche Ausschreibungsverfahren umgesetzt werden. Auch die vor Ort ansässigen Hilfsorganisationen wurden angefragt. Diese lehnten aber ab, da sich dort ebenfalls der Fachkräftemangel bemerkbar macht.

Weitere Schritte notwendig

Mit der Beauftragung der Falck GmbH erfolgt nun ein zweiter Schritt zur Verringerung der Personalvakanzen bei der Feuer- und Rettungswache. Allerdings sind weitere Schritte notwendig, um die vom Rat der Stadt Lüdenscheid ausgeschlossene Reduzierung von Funktionen im Brandschutz zu verhindern. Entsprechende Maßnahmen, wie zum Beispiel die Gewinnung von Brandschutzpersonal, werden aktuell geprüft.

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