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Überzeugten sich vom Baufortschritt am BRZ: Manfred Fischer und Markus Rahrbach vom Gebäudemanagement, Landrat Thomas Gemke und Fachbereichsleiter Guido Thal. Foto: Ulla Erkens/Märkischer Kreis

Märkischer Kreis. (pmk) „Was da in weniger als einem Jahr hochgezogen worden ist, ist beeindruckend.“ Mit dem Baufortschritt des Brandschutz- und Rettungsdienstzentrums im Märkischen Gewerbepark Rosmart in Altena zeigt sich Landrat Thomas Gemke mehr als zufrieden.

Halbzeit auf der Baustelle an der neuen Richard-Schirrmann-Straße 8 bis 10 in Altena: Nah der Autobahn, aber mitten auf der grünen Wiese und mit herrlicher Aussicht entsteht ein imposantes Gebäudeensemble – das künftige Zuhause für Kreisleitstelle, Feuerwehr und Rettungsdienst. Bis April 2021 soll es mit Außenanlagen komplett fertig gestellt werden. Gemeinsam mit Guido Thal, Fachbereichsleiter Zentrale Steuerung, Gebäudemanager Manfred Fischer und Architekt Markus Rahrbach ließ sich Landrat Thomas Gemke von Alexander Wengefeld, Projektleiter beim Generalunternehmen Hundhausen aus Siegen, über das 22.761 Quadratmeter große Gelände führen.

“Es war ein langer Weg, aber ich bin sicher, dass wir gemeinsam mit der Kreispolitik die richtigen Weichen für Feuerwehr und Rettungsdienst gelegt haben. Es ist eine Investition für die Zukunft”, betonte Landrat Thomas Gemke beim Anblick der Rohbauten, die aus großen Stahlbetonelementen zusammengesetzt sind. “Jede Wand muss ins kleinste Detail präzise vorgeplant und individuell gefertigt werden. Jede Tür, jedes Fenster, jede Steckdose, alle Versorgungsleitungen für Heizung, Sanitär und Elektro müssen beim Guss in Siegen mitberücksichtigt werden”, erzählt Alexander Wengefeld. Bis zu 29 Tonnen schwere Stahlbetonfertigteile wurden verbaut.

Nahezu fertig ist bereits das Kesselhaus mit Fahrzeughalle. “Im September können wir hoffentlich auch den zentralen Standort für die Krankentransportwagen feierlich einweihen”, verriet Manfred Fischer. 16 Rettungsdienstmitarbeiter werden hier im Schichtdienst mit drei Fahrzeugen untergebracht.

Alles unter einem Dach

Das Schulungsgebäude wird für die Wärmedämmung und die Außenfassade vorbereitet. Foto: Ulla Erkens/Märkischer Kreis

Im November soll das Schulungsgebäude für den Probebetrieb bereit sein. In das Gebäude ziehen auch Mitarbeiter der Kreisleitstelle, des Regiebetriebs Rettungsdienst, des Bevölkerungsschutzes und der Kreisbrandmeister ein. Endlich alles unter einem Dach. “Die einzelnen Büros sind schon ausgewürfelt”, scherzt Fachbereichsleiter Guido Thal. 63 Kreisbedienstete freuen sich schon auf ihren neuen Dienstort.

Das Seminargebäude der Feuerwehr beinhaltet drei große Schulungsräume, von denen sich zwei durch mobile Trennwände teilen lassen. Es gibt auch einen Aufenthaltsraum mit Essensausgabe, eine Atemschutzübungsstrecke, einen Erste-Hilfe-Raum und einen Konditionsraum. Etwa 575 Rettungsdienstkräfte und 650 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Katastrophenschutz sollen hier jährlich geschult werden.

Schulungen für Haupt- und Ehrenamtliche

Durch eine Brandschutzwand vom Schulungsgebäude getrennt liegt die Übungshalle plus Übungsturm. Auf mehr als 1000 Quadratmetern sollen hier realitätsnahe Rettungs-, Lösch- und ABC-Einsätze gleich in der Praxis geübt werden. Um das dabei gebrauchte Löschwasser immer wieder verwerten zu können, wird es in einer eigenen Anlage aufgefangen und aufbereitet. Die Übungshalle soll im Februar fertiggestellt sein.

Auf der Baustelle herrscht überall reger Betrieb. An allen Ecken und Enden wird gewerkelt. “Mit dem Innenausbau kommen wir jetzt in die heiße Phase”, erklärt Markus Rahrbach, der den Bau seitens des Gebäudemanagements überwacht. Bis jetzt war er etwa zwei Mal die Woche vor Ort, um den Baufortschritt zu kontrollieren und dokumentieren, eventuelle Mängel zu reklamieren und Absprachen über die Qualität von Werkstoffen zu treffen. Mit dem Trockenausbau, der Einrichtung der Heizungs-, Lüftungs- und Sanitäranlagen, der Elektronik, der Bodenbeläge und Malerarbeiten werden die Absprachen in deutlich kürzeren Intervallen notwendig sein.

22 Millionen Euro investiert der Märkische Kreis in das neue Brandschutz- und Rettungsdienstzentrum, in dem alles inklusive Aus- und Weiterbildung für Haupt- und Ehrenamt gebündelt wird. In enger Absprache mit dem Gebäudemanagement des Kreises entwickelte die kplan AG aus Siegen die Pläne. Das Familienunternehmen W. Hundhausen wurde als Generalunternehmer mit der Umsetzung des Mammutprojekts betraut. Der erste Spatenstich erfolgte am 12. Juni 2019.

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