Hagen. Die Hagener Grünen sind bestürzt über die Folgerungen, die die  Stadtverwaltung aus dem Ergebnis der Hasper Elternbefragung ziehen will. Das teilte die grüne Ratsfraktion die am heutigen Freitag (15.1.2016) in einer Pressemitteilung mit.

Dazu Fraktionschefin Nicole Pfefferer: „Es mag ja noch angehen, aus dem Befragungsergebnis den Erhalt der Hasper Realschule abzuleiten. Bereits hier bleibt abzuwarten, ob der echte Elternwille, der erst in den Anmeldezahlen zum Ausdruck kommt, das Abfragevotum bestätigt. Schulpolitisch fatal und unredlich ist aber die Absicht der Verwaltung, nicht nur die Ernst-Eversbusch-Hauptschule am Netz zu lassen, sondern nun auch die Boelerheider Hauptschule wieder am Anmeldeverfahren zu beteiligen. Gerade mal 7 Eltern würden laut der Befragung die Hauptschule für ihr Kind wählen: Eine überwältigende Misstrauenserklärung! Die Stadt Hagen will dieses Auslaufmodell künstlich beatmen, und zwar mit dem zynischen Argument, die Schulformwechsler  – also Kinder, die  aus Gymnasium und Realschule nach unten durchgereicht werden – müssten ja auch irgendwo unterkommen. Dabei ignoriert die Schulverwaltung, dass an den integrativen Systemen Sekundarschule und Gesamtschule alle Bildungsabschlüsse der Sekundarstufe 1 angeboten werden. Hier gehören diese Kinder hin, um optimal gefördert zu werden, und diese Schulformen gilt es auszubauen. Insbesondere an den Gesamtschulen  können regelmäßig nicht alle angemeldeten Schüler aufgenommen werden, weil es zu wenige Plätze gibt. Hier wird der Elternwille seit Jahren missachtet, den die Ideologen der herkömmlichen Dreiklassen-Beschulung  jetzt so demonstrativ vor sich hertragen, wenn es ihrer rückwärtsgewandten Schulpolitik nutzt.

Für uns steht fest: Die Hasper Eltern mögen sich für den Realschulstandort Haspe entschieden haben. Aber eine Exhumierung der Hauptschulen für ganz Hagen lässt sich damit nicht begründen.“

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