Carina Hennecke, Heidrun Schmidt-Adler und Katharina Rittinghaus (vorne von rechts) bilden die Fraktion der Grünen im Rat. Foto: Bernhard Schlütter

Plettenberg. Die Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen bringt zur Bau- und Liegenschaftssitzung am Donnerstag, 17. Juni (17 Uhr im Ratssaal), einen Antrag ein, in dem sie fordert, die städtischen Liegenschaften energetisch zu sanieren. Dafür sollen Strukturmittel genutzt werden, die laut Grünen in Höhe von 18 Millionen Euro zur Verfügung ständen. Die Investitionen in Gebäude und für Klimaschutz könnte also haushaltsneutral erfolgen. “Klimaschutz rechnet sich”, lautet die Devise der Grünen.

Die Forderungen der Grünen im Einzelnen:

  1. Die für Plettenberg aktuell zur Verfügung stehenden Strukturmittel in Höhe von 18 Millionen Euro in die kommunale Energiewende (Strom, Wärme, Mobilität) zu investieren. 0,0 % Kreditzinsen (zurzeit sogar Minus-Zinsbereich) und 5 – 50% Zuschuss ermöglichen eine haushaltsneutrale Finanzierung.
  2. Die Prüfung, ob eine haushaltsneutrale 100%-Finanzierung über die verfügbaren Strukturmittel für die Stadt sinnvoll ist.
  3. Wir schlagen vor, zunächst in die kommunalen Liegenschaften zu investieren und diese sukzessive energetisch zu modernisieren. Wichtig ist uns neben einer optimalen umweltfreundlichen und möglichst CO2-freien Wärmeversorgung auch die sommerliche Kühlung vor dem Hintergrund von zunehmender Hitzebelastung im Zuge des Klimawandels. Dies gilt besonders für Schulen, Kitas und Pflegeheime. In diesem Zusammenhang sollte auch der Einbau der beschlossenen Raumlufttechnischen Anlagen (Corona-Pandemie) umgesetzt werden.
  4. Die Erstellung einer Prioritätenliste und eines Umsetzungs-Fahrplans zunächst bis 2025.
  5. In einem ersten Schritt möglichst viele Dächer der kommunalen Liegenschaften mit Solaranlagen auszustatten (Je nach Nutzung und Eignung des Gebäudes mit Photovoltaik und / oder Solarthermie). Über das vorhandene Solarkataster können Potential und Kosten zumindest für eine erste Grobabschätzung schnell ermittelt werden.
  6. Die aktuell geplanten Maßnahmen im Hochbauprogramm auf die Wirtschaftlichkeit, die energetische Zielsetzung und die Nutzung der Förderoptionen zu untersuchen. Diese sollten in der Prioritätenliste entsprechend eingeordnet werden.
  7. In diesem Zusammenhang auch ein Überdenken der Maßnahmen im Albert- Schweizer-Gymnasium. Ein BHKW erscheint uns wenig sinnvoll, denn es wird mit Erdgas betrieben. Auch hier sollte zunächst ein umfassendes Sanierungskonzept erarbeitet werden, um den Energiebedarf zu senken. Für die verbleibende Menge sollte eine möglichst CO2-neutrale Energieversorgung angestrebt werden.

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