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Die Parkour-Sportler des TV Friesen präsentiereten coole Sprünge ins neue Jahrzehnt. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Hohe Sprünge, coole Flanken über Sportgeräte: Parkour-Sportler des TV Friesen zeigten beim Neujahrsempfang, wie man auch im neuen Jahrzehnt elegant Hindernisse überwinden kann. So geschickt und schnell Hindernisse zu umkurven, das wünscht sich Bürgermeister Dieter Dzewas für seine Stadt. Er selbst hatte zum Zeitpunkt, zu dem die Athleten des TV Friesen über die Kulturhausbühne wirbelten, ebenfalls eine Herausforderung schadlos überstanden. Er hatte über 500 Gästen persönlich zum neuen Jahr die Hand geschüttelt. „Ich kann Ihnen versichern, dass das ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen geschehen ist“, witzelte der Rathauschef.

Letztes Neujahrs-Defilee für Dzewas

Die Gebärdendolmetscherin Maribel Riecke unterstützte Dieter Dzewas bei der Neujahrsansprache. Foto: Wolfgang Teipel

Für ihn war es das letzte Neujahrs-Defilee. 2021 wird nach der Kommunalwahl in diesem Jahr ein anderer Bürgermeister das neue Jahr einläuten. Mit Blick auf den kommenden Wahlkampf riet Dieter Dzewas dringend zu Fairness und Gelassenheit. Lüdenscheid habe sich immer schon dadurch ausgezeichnet, dass Tritte vor Schienbein und Schläge unter die Gürtellinie unterblieben seien, auch wenn Positionen in aller Klarheit vertreten worden seien.

Gegen Politikverdrossenheit kämpfen

„Eine faire Auseinandersetzung über Sachthemen kann auch dabei helfen, gegen Politikverdrossenheit anzukämpfen“, sagte Dieter Dzewas in seiner Neujahrsansprache. „Lüdenscheid zeichnet sich durch Weltoffenheit und Gastfreundlichkeit aus. Dies ist und bleibt die Stärke dieser Stadt. Auch in Zukunft sollten wir diese Werte erhalten“, betonte der Bürgermeister.



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Volle Ränge im Kulturhaus. Foto: Wolfgang Teipel

Dzewas wünscht sich für die Zukunft, dass Lüdenscheid ein grüner Industrie-Standort bleibt. „Nachhaltigkeit soll – stärker als bisher schon – ein zentraler Bestandteil der heimischen Produktion werden. Der Name unserer Stadt soll in Zukunft als ein Standort bekannt sein, an dem klimaneutral hochwertige Waren für die ganze Welt hergestellt werden“, sagte er.

Baustellen finden auf der Straße statt

Bevor dieser  Wunsch in Erfüllung geht, muss allerdings noch einiges passieren. Dazu müsse auch die Stadt, Stichwort „Smart City“, beitragen. Dzewas warb um Verständnis für die Einschränkungen, die die zahlreichen Baustellen im Stadtgebiet verursachen. „Baustellen finden nicht im Bauausschuss, sondern auf der Straße statt.“ Sie führten aber zu Verbesserungen und garantierten, dass Pendler und Besucher Lüdenscheid auch in Zukunft gut erreichen könnten.

Die Rhönrad-Sportlerinnen des TuS Grünewald. Foto: Wolfgang Teipel

Die Alt- und Oberstadt werde sich durch zahlreiche Maßnahmen (Umbau der Wilhelmstraße, Neubau der Musikschule, Sanierung des Alten Rathauses) zu einem attraktivem Bildungs- und Kulturstandort entwickeln, kündigte der Bürgermeister an. Doch bevor es soweit sei, müsse der Einzelhandel mit einigen Einschränkungen leben.

Stadtsportverband ausgezeichnet

Michael Meyer stellte einige Projekte des Stadtsportverbandes vor. Foto: Wolfgang Teipel

Seit 2005 werden beim Neujahrsempfang Vereine geehrt, die sich in besonderer Weise in Lüdenscheid engagieren. In diesem Jahr nahmen Michael Meyer (Vorstandssprecher) und Holger Schumacher (Vorstand Finanzen) stellvertretend für den gesamten Stadtsportverband die Auszeichnung entgegen. Sportliche Akzente setzten neben dem TV Friesen auch zwei Rhönradsportlerinnen des TuS Grünewald. Für den guten Ton sorgten bei diesen Auftritten Ensembles der Musikschule. Mit von der Partie war auch die Gruppe „Drums Alive“ der Turbo-Schnecken.

Auch die Sternsinger waren wieder dabei. Sie sammelten für notleidende Kinder im Libanon. Foto: Wolfgang Teipel

Zur Tradition beim Neujahrsempfang zählt auch der Auftritt der Sternsinger. Sie sammelten beim späteren geselligen Zusammensein für notleidende Kinder im Libanon.

Für eine ganz persönliche Bemerkung erhielt Dieter Dzewas besonderen Applaus. Er zollte den zahlreichen „stillen Helden“, die pflegebedürftige Angehörige versorgen, seinen großen Respekt.

Die Gruppe “Drums Alive” der Turbo-Schnecken setzte mit Klängen der Pointer Sisters (“I’m so excited”) den Schlusspunkt. Foto: Wolfgang Teipel

 

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