Dr. Mojo und Gerd Linnepe spielten große Musik in kleiner Besetzung. Foto: Wolfgang Teipel

Dr. Mojo und Gerd Linnepe spielten zugunsten des Förderverein der Suchtberatungsstelle Lüdenscheid

Lüdenscheid. Dr. Mojo musste erstmal seine Jacke ablegen. Dem Musiker aus Remscheid wurde es beim Benefizkonzert in der Kirche Oberrahmde schon beim Einspielen recht warm. „Das die Kirche so angenehm geheizt ist, damit hatte ich nicht gerechnet“, schmunzelte der Gitarrist und Sänger Klaus Stachuletz, der unter dem Künstlernamen Dr. Mojo die nahezu endlose Liste von Blues- und Folksongs sowie Oldies rauf und runter spielt. Zusammen mit Gerd Linnepe (Mundharmonika) bereitete er dem Publikum in der Kirche Oberrahmede einen unterhaltsamen musikalischen Abend.

Der Barträger mit Schlägerkappe ist dort kein Unbekannter. Er spielte bereits sein drittes Benefizkonzert zugunsten des Fördervereins der Suchtberatungsstelle Lüdenscheid im Diakonischen Werk des Kirchenkreises. „Sie machen hier eine wichtige Arbeit“, stellte der Musiker fest.

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Tatsächlich begleitet der Förderverein die Beratungsstelle durch schwierige Zeiten. „Wir wollen helfen, dass das Team  sein Konzept durchziehen und weiter nah an den Menschen sein kann“, sagte Brigitte Hilbrandt, zweite Vorsitzende des Fördervereins. Nicht nur Suchtkranke suchen mit Hilfe des Teams Wege aus der Abhängigkeit. Auch ihre Angehörigen werden von den Therapeutinnen unterstützt.

Um das Angebot der Beratungsstelle in bewährter Form aufrecht erhalten zu können, benötigt der Förderverein jährlich rund 8000 bis 10.000 Euro. Das Geld fließt in Aufwandentschädigungen für die zahlreichen Ehrenamtlichen, in Sachmittel oder in Angebote zur Supervision.

Brigitte Hilbrandt bedankte sich bei den Mitgliedern, die dem Förderverein die Treue halten und bei allen Spenderinnen und Spendern. Ein Dank ging auch an die evangelische Gemeinde Oberrahmede, die ihre Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt hatte.

Dann war es Zeit für Dr. Mojo und Gerd Linnepe. Ob Otis Redding („Sittin on the dock of the bay“) Eagles („Hotel California“), Mungo Jerry („In the summertime“), Bob Marleys „No woman, no cry“ „Lady in Black“ oder „Let it be“ von den Beatles – die beiden Musiker bewiesen, dass sie auch in kleinster Besetzung große Musik spielen können. Dr. Mojo garnierte den Abend zudem mit Anekdoten aus der Musikgeschichte und nutzte den Platz am Mikrofon auch, um für Unterstützung zu werben. „Leute, lasst es in der Spendenbox leise rascheln. Ich will kein lautes Geklimper hören.“

Das Publikum folgte ihm brav. Zuvor erinnerte Dr. Mojo mit dem Monty-Python-Gassenhauer „Always look on the bright side of life“ daran, dass man niemals den Kopf hängen lassen sollte.