Die Turnhalle des Lüdenscheider Integrations- und Begegnungszentrums wurde als Notunterkunft vorbereitet, falls nicht rechtzeitig genügend Wohnungen für die Geflüchteten aus der Ukraine bereitgestellt werden können. Foto: Schulte-Zakotnik

Lüdenscheid. (PSL) – Der Krieg in der Ukraine dauert an. Daher suchen weiterhin Geflüchteten von dort Schutz in Deutschland. In Lüdenscheid haben sich 435 Menschen aus der Ukraine (Stand 25.03.) bei der Anlaufstelle im Rathaus II gemeldet und Leistungen beantragt.

Knapp 100 der Personen, die sich gemeldet haben wurden in städtischen Übergangsheimen oder Wohnungen untergebracht. Alle anderen Geflüchteten aus der Ukraine sind in privaten Quartieren in Lüdenscheid untergekommen. „Darin zeigt sich einmal mehr, wie groß das Engagement und die Hilfsbereitschaft der Lüdenscheider Bürgerinnen und Bürger ist, diesen Menschen, die alles verloren haben, zu helfen und ihnen eine Unterkunft zu bieten“, so der Erste Beigeordnete Fabian Kesseler.

101 Betten im LIBZ zur Überbrückung

Parallel dazu bereitet sich die Stadt auf die Unterbringung von weiteren Geflüchteten aus der Ukraine vor. Dazu wurde unter anderem die Turnhalle des Lüdenscheider Integrations- und Begegnungszentrums (LIBZ) hergerichtet. Insgesamt 101 Betten sind hier jetzt für eine kurzfristige Unterbringung verfügbar. Diese sollen aber nur genutzt werden, falls nicht sofort eine passende Wohnung verfügbar ist. „In der kommenden Woche starten auch die Vorbereitungen an der ehemaligen Herrmann-Gmeiner-Schule. So wollen wir sicherstellen, dass sowohl die Geflüchteten, die uns vom Land zugewiesen werden als auch die, die auf anderen Wegen nach Lüdenscheid kommen jederzeit unterbringen können“, so Fabian Kesseler.

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Privater Wohnraum gesucht

Über die eigenen Unterkünfte hinaus wird die Stadt voraussichtlich auch weiter Privatquartiere benötigen. Wenn jemand abgeschlossenen Wohnraum zur Anmietung zur Verfügung stellen kann, bittet die Stadt Lüdenscheid um Meldung unter ukraine@luedenscheid.de . Für diese Unterstützung ist die Stadt allen Bürgerinnen und Bürger sehr dankbar. Da im Moment viele Aufgaben parallel erledigt werden müssen, wird um Verständnis gebeten, wenn nicht sofort eine Rückmeldung möglich ist. 

Anmeldung im Rathaus II

Die Stadt Lüdenscheid bittet alle Geflüchteten, die in Lüdenscheid ankommen, sich im „Rathaus II“ (ehemaliges Telekom-Gebäude) bei der Stadt Lüdenscheid anzumelden und vorregistrieren lassen. Mit diesem Schritt haben sie nicht nur Anspruch auf finanzielle Unterstützung, sondern erhalten auch wichtige Informationen zu Unterbringung, medizinischer Versorgung und der Anmeldung von Kindern und Jugendlichen an den Schulen.

Die Anlaufstelle für Geflüchtete ist zu folgenden Zeiten geöffnet:

Montag: 8.30 – 16 Uhr

Dienstag: 8.30 – 12 Uhr

Donnerstag: 8.30 – 16 Uhr

Freitag: 8.30 – 12 Uhr

 

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