Zwei Brügger Brücken mit Problemen. Die Straßenbrücke (B229) ist für Lkw zurzeit nur eingeschränkt befahrbar. Die Eisenbahnbrücke ist gesperrt. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. „Die Straßen- und Eisenbahnbrücken in der Region dürfen nicht weiter auf Verschleiß gefahren werden, sondern müssen rechtzeitig erneuert werden.“ Der heimische Landtagsabgeordnete Gordan Dudas hatte noch vor der letzten Hiobsbotschaft zur Brügger Eisenbahnbrücke eine Anfrage zur benachbarten B229-Straßenbrücke gestellt, welche derzeit nachgerechnet, aber bereits seit einiger Zeit mit Tempo 30 und Abstandsgebot für den Schwerlastverkehr abgelastet wird.

„Die RB 52 fährt seit dem Juli-Hochwasser 2021 nicht mehr, die RB 25 kann aufgrund der Schäden am Strömungsabweiser seit Anfang Juli 2022 nicht mehr bis Lüdenscheid Bahnhof fahren, die fatalen Auswirkungen der gesperrten Rahmedetalbrücke sind ohnehin eine Katastrophe. Daher muss alles dafür getan werden, die weiteren Brücken in der Region schnellstmöglich zu reparieren oder zu erneuern, soweit nötig. Auch wenn das eigentlich selbstverständlich sein sollte: Es darf nicht gewartet werden, bis dann auch die letzte heimische Brücke nicht mehr befahrbar ist, dass muss auch dem letzten Menschen klar sein“, so der Appell von Dudas.

Der von der Flut zerstörte Strömungsabweiser der Eisenbahnbrücke. Foto: Wolfgang Teipel

Technokratische Antwort

In der weitgehend technokratischen Antwort der neuen Landesregierung auf die Kleine Anfrage zur B229-Brücke wird auf das aktuelle Verfahren verwiesen: Mit der Einstufung des Traglastindex V erfolge die Nachrechnung, weitere Maßnahmen würde dann in der Folge entschieden. Man habe vorsorglich Kompensationsmaßnahmen umgesetzt, der Traglastindex sei aber kein hinreichendes Kriterium für Nutzungseinschränkungen, so die Landesregierung. „In der Antwort fehlen Klarheit und eine konkrete Perspektive, wie es bei der B229-Brücke weitergeht. Gerade aufgrund unserer schlimmen Erfahrungen muss doch verhindert werden, dass ein weiterer Schaden eintritt. Hier muss unverzüglich in enger Abstimmung mit der Deutschen Bahn eine Klärung herbeigeführt werden“, fordert Dudas.

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Dass eine Sperrung für den genehmigungspflichtigen Schwerverkehr bestehe und die Brücke aufgrund der Einstufung zu einem vordringlich zu betrachtenden Bauwerk werde, sei zu begrüßen. „Aber es ist in keinster Weise akzeptabel, wenn durch Nicht-Handeln neue Sperrungen drohen könnten und unsere Region weiter schädigen. Ich hoffe sehr, dass die neue Landesregierung die Dringlichkeit erkennt“, so Dudas. Er werde dies natürlich auch gegenüber dem neuen Verkehrsminister thematisieren und hoffe auf Unterstützung.

Hier die Anwort der NRW-Landesregierung auf die Anfrage von Gordan Dudas im Wortlaut: 20220722 Antwort Kleine Anfrage Gordan Dudas – Wie steht es um die B229-Brücke in Brügge MMD18-275

 

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