Ziel erreicht: Rund 1700 Aufträge für Glasfaseranschlüsse verzeichnete die Telekom; der Glasfaserausbau in der Plettenberger Innenstadt kann beginnen. Darüber freuen sich (von rechts) Bürgermeister Ulrich Schulte sowie Ralf Engstfeld und Armin Judas von der Telekom. Foto: Bernhard Schlütter

Plettenberg. “Es ist geschafft. Eine spannende Zeit liegt hinter uns”, stellt Ralf Engstfeld fest. Der Telekom-Vertriebsleiter für die Region West kann verkünden, dass der Glasfaserausbau in ausgesuchten Teilen Plettenbergs im Jahr 2019 durchgeführt wird. “Plettenberg wird damit die erste Gigabit-City in Südwestfalen”, freut sich Bürgermeister Ulrich Schulte.

Seit dem 2. Mai 2018 konnte die Telekom rund 1700 Aufträge für den superschnellen Internetanschluss über Glasfaser in Plettenberg einsammeln. Damit wurde das Ziel von 1500 Aufträgen deutlich übertroffen. Die Vier-Täler-Stadt war von der Telekom gemeinsam mit sechs anderen Kommunen in Deutschland als Pilot-Stadt ausgesucht worden. Als Ausbaugebiete wurden die Stadtteile Böddinghausen, Eschen, Kersmecke, Hechmecke, Sundhelle und Bracht sowie der Stadtkern definiert. Kunden, die während der Anmeldefrist bis zum 31. Juli Vorverträge abschlossen, sparen die Anschlusskosten von knapp 800 Euro.

Quantensprung in der Digitalisierung

“Es war ein einmaliges Angebot für die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt. Mit Übertragungsraten von bis zu 1000 Mbit pro Sekunde ist dies ein Quantensprung in der Digitalisierung”, begründet Ulrich Schulte, warum die Stadt das Ansinnen der Telekom tatkräftig unterstützte, z.B. mit der Ausrichtung von Infoveranstaltungen.

180 Kilometer Glasfaserkabel

Telekom-Techniker Armin Judas kündigt den Baubeginn der Glasfaserinfrastruktur für Anfang 2019 an. Wann genau, “das hängt vom Winter ab”, hoffen er und sicher auch die zukünftigen Glasfasernutzer auf einen milden Winter. Bei der Verlegung der Leitungen soll die Belastung für die Bürger möglichst gering gehalten werden. “Der Graben für die Glasfaser muss 60 Zentimeter tief und 30 Zentimeter breit sein”, erklärt Armin Judas. “Wir setzen moderne Techniken wie das Spülbohrverfahren und Trenching ein”, soll möglichst wenig Oberfläche aufgerissen werden. Insgesamt sollen rund 180 Kilometer Glasfaserkabel verlegt und 56 Netzverteiler neu errichtet werden.

Diese beiden Kästen werden für den Glasfaseranschluss im Haus montiert: der größere (oben) am Zugangspunkt (meist im Keller), der kleinere in der Wohnung. Foto: Bernhard Schlütter

Jeweils einige Tage vor Beginn der Arbeiten besuchen Techniker der Telekom die Kunden und besprechen mit ihnen, wie und wo der Anschluss ins Haus gelegt wird. Sobald die Baumaßnahmen abgeschlossen sind, wird erneut ein Termin vereinbart. Ein Techniker richtet dann den Glasfaser-Anschluss kostenlos ein. Bis Ende 2019 sollen die Ausbauarbeiten beendet sein.

Online-Anmeldung bis 15. September

Ralf Engstfeld weist darauf hin, dass sich noch bis zum 15. September 2018 weitere Kunden, die im geplanten Ausbaugebiet wohnen, selbstständig online für den Glasfaseranschluss anmelden können. Der entsprechende Internetlink wird am 16. September abgeschaltet.

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