Der Vorstand des GHV mit Norbert Adam, Sebastian Wagemeyer, Dr. Arnhild Scholten, Christoph Riedel, Rolf Kürby, Dr. Dietmar Simon und Markus Hacke. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Der Geschichts- und Heimatverein Lüdenscheid (GHV) hat sich in diesem Jahr intensiv mit zwei Projekten zum Thema jüdisches Leben in Lüdenscheid beschäftigt. Zum einen lässt er die Grabstätten auf dem jüdischen Friedhof am Ramsberg digital erfassen und die Biografien de dort Bestatteten aufarbeiten. Die Daten sollen in die digitale Sammlung „epidat“ des Salomon-Steinheim-Institut in Essen aufgenommen werden. Zum anderen fungiert er als Herausgeber des Buches „Schicksale der Jüdinnen und Juden aus Lüdenscheid“ von Hans-Ulrich Dillmann. Beide Projekte stehen im Zusammenhang mit dem Gedenkjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland.

Buch von Klaus Crummenerl

Bei der Jahreshauptversammlung des GHFV kündigte Vorsitzende Dr. Arnhild Scholten ein weiteres Buch an. Es stammt von Klaus Crummenerl, dem ehemaligen Lüdenscheider Kulturdezernenten und späteren Stadtdirektor.  Es trägt den Titel „Bekenntnisse eines Stadtfanatikers – Spaziergänge in Lüdenscheid und rundum“. Klaus Crummenerl, der für seine scharfsinnige und humorvolle Art bekannt ist, hat in diesem Band seine teils philosophischen, poetischen und amüsanten Betrachtungen der Stadt zusammengefasst.



Band mit Lüdenscheider Persönlichkeiten

Zusammen mit den Museen der Stadt Lüdenscheid will der GHV ein weiteres Buch publizieren. Es soll Fotos von Guido Raith enthalten. Der Fotograf wird 50 Menschen aus Lüdenscheid porträtieren. Dazu kommen Texte, die erläutern, warum diese Persönlichkeiten für andere etwas Besonderes darstellen. Vorschläge sollen aus der Bevölkerung kommen. Das Projekt wird vom Ministerium für Heimat, Kommunales. Bau und Gleichstellung gefördert.

Bei der gutgesuchten Versammlung im Museum zog Dr. Arnhild Scholten Bilanz. Der GHV habe seit 2020 sieben Mitglieder verloren. Aktuell hat der Verein 209 Mitglieder. „Angesichts fehlender Veranstaltungen wegen der Corona-Pandemie ist es positiv zu werten, dass dem GHV so viele Menschen die Treue halten“, sagte sie.

Zusammenarbeit mit anderen Vereinen und Einrichtungen

Allerdings stelle sich der Verein angesichts des Alters seiner Mitglieder darauf ein, die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen und Einrichtungen zu suchen. Das sei schon bei verschiedenen Veranstaltungen vor Corona gelungen, beispielsweise mit der Musikschule, den Freunden der Stadtbücherei, den Kunstfreunden Lüdenscheid, dem Museum, den Visionären und dem Altstadtverein. „Das wird auch bei zwei von vier geplanten neuen Projekten der Fall sein. Von daher sieht der GHV der Zukunft optimistisch entgegen“, betonte Dr. Arnhild Scholten.

Dr. Arnhild Scholten verabschiedete Gerd Geisel mit einem Präsent aus der Vorstandsarbeit. Foto: Wolfgang Teipel

Der digitale Altstadtrundgang sei inzwischen abgeschlossen. Zudem verfüge der GHV jetzt über ein Kostüm für den kleinen Engelbert. Ein Kind in diesem Kostüm werde beim Spaziergang durch die Altstadt einige Texte einsprechen. Weitere Texte kämen von Stadtführer Rolf Kürby.

Gerd Geisel und Dieter Lohmann ausgeschieden

Gerd Geisel und Dieter Lohmann sind aus dem Vorstand des GHV ausgeschieden. Beide waren lange als Beisitzer aktiv. Bei den Wahlen zum neuen Vorstand wurden Dr. Arnhild Scholten (Vorsitzende) Dr. Dietmar Simon (stellvertretender Vorsitzender), Markus Hacke (Schatzmeister) und Rolf Kürby (Geschäftsführer) in ihren Ämtern bestätigt. Als Beisitzer wurden Norbert Adam, Dieter Dzewas, Wolfgang Krappe, Christoph Riedel und Sebastian Wagemeyer wiedergewählt.

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