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Die Kita-Leiterinnen und die durch das Programm geförderten zusätzlichen Fachkräfte erhielten nach der erfolgreichen Qualifizierung ihre Zertifikate. Foto: Nörtemann / Stadt Werdohl

Lüdenscheid. (PSL) Die 15 Kindertagesstätten, die dem Lüdenscheider „Sprach-Kita“-Verbund angehören, haben die vierjährige Ausbildungsphase abgeschlossen. Die Verlängerung des Bundesprogramms „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ ermöglicht es den teilnehmenden Einrichtungen jetzt, die erarbeiteten Inhalte zu verfestigen.

Die Idee des Programms: Erzieherinnen und Erzieher werden darin geschult, Kinder bei der Entwicklung ihrer sprachlichen Fähigkeiten gezielt zu unterstützen und dabei auch die Eltern einzubinden. Außerdem wird Wert auf eine vorurteilsbewusste und -freie Erziehung gelegt. Das Programm richtet sich in erster Linie an Kindertagesstätten, die einen hohen Anteil an Kindern mit erhöhtem Bedarf an sprachlicher Förderung aufweisen. Damit soll für mehr Chancengleichheit beim Zugang zu Bildung gesorgt werden.

Rund eine Milliarde Euro stellte das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend nach eigenen Angaben über einen Zeitraum von vier Jahren für das Programm zur Verfügung. Damit seien bundesweit etwa 7000 zusätzliche halbe Fachkraftstellen in den teilnehmenden Kindertageseinrichtungen und in der Fachberatung geschaffen worden.

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Eva Rahm vom Fachdienst Jugendamt – Kindertagesstätten der Stadt Lüdenscheid ist pädagogische Fachberaterin des Lüdenscheider „Sprach-Kita“-Verbunds. Diesem gehören neben fünf Kindertagesstätten und Familienzentren aus der Bergstadt auch Einrichtungen aus Werdohl, Plettenberg, Attendorn, Finnentrop, Menden und Wermelskirchen an.

Von Januar 2016 bis Dezember 2019 absolvierten die Mitglieder die Qualifizierung zur „Sprach-Kita“. Dafür traf sich unter der Leitung von Eva Rahm regelmäßig ein Arbeitskreis, bestehend aus allen Teilnehmern. Außerdem begleitete und beriet die Fachberaterin die Kitas und Familienzentren auch individuell und vor Ort.

Die vier Jahre seien eine „arbeitsintensive, aber sehr erfolgreiche Projektzeit“ gewesen, sagte Rahm jetzt bei der Übergabe der „Sprach-Kita“-Zertifikate im Lüdenscheider Rathaus. So seien Konzepte zur sprachlichen Förderung permanent überarbeitet und weiterentwickelt worden. „Insbesondere Kinder, deren Familiensprache nicht Deutsch ist, und Kinder aus bildungsbenachteiligten Familien profitieren von der Sprachförderung“, so Rahm weiter.

Im Jahr 2020 setzt der „Sprach-Kita“-Verbund Lüdenscheid seine Arbeit fort: Das Familienministerium stufte das Programm als bundesweiten Erfolg ein und beschloss daher eine Verlängerung um ein Jahr. „Damit wird das Ganze noch nachhaltiger, denn jetzt können wir Programminhalte verstetigen“, freut sich Rahm.

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