Absicherung der Einsatzstelle durch die Besatzung GW-L

Plettenberg. (ots) Am Freitag, 19 März, gegen 10:07 Uhr, wurde das HLF und der Gerätewagen Logistik, durch die Kreisleitstelle zu einem ABC0 Gewässerverunreinigung in den Ortsteil Himmelmert alarmiert. Noch auf der Anfahrt teilte diese dem Wachabteilungsleiter mit, dass aus ungeklärter Ursache, Öl in den Oesterbach läuft.

Der Anrufer zeigte den Einsatzkräften die Einleitungsstelle aus einem ca. 1,20 m breiten Kanalrohr. Ein massiver Film, einer ölhaltigen Substanz konnte auf dem Gewässer festgestellt werden. Als Erstmaßnahmen wurden sofort durch die Besatzung des GW-L Netzschlauchsperren gesetzt, um eine weitere Ausbreitung einzudämmen. Zusätzlich dazu wurden mehrere Gewässerproben entnommen.

Über die Kreisleitstelle wurden die Untere Wasserbehörde, sowie ein Vertreter des Kanalbauamtes der Stadt Plettenberg angefordert. Parallel zu den Maßnahmen der Eindämmung wurden verschiedene Kanaldeckel geöffnet um die Einleitungsstelle zu finden. Dieses verlief ohne Erfolg. Aus Richtung des gegenüberliegenden Wohngebietes gab es ebenfalls keine Feststellung. Trotz der Eindämmungsversuche strömte immer wieder ölhaltiges Medium nach.

Ölsperren und schwimmfähiges Bindemittel

Daraufhin wurde die Löschgruppe Ohle, dessen Sonderaufgabe unteranderem “Öl auf Gewässer” beinhaltet, nachalarmiert. Die LG Ohle setzte im unteren Bereich des Oesterbaches weitere Ölsperren. Ein hinzugezogener Kanalkamerawagen des städtischen Bauhofes wurde ebenfalls zur Einsatzstelle beordert. Mit diesem konnten Pläne der Rohrleitungswege nachvollzogen werden.

Im weiteren Verlauf stellte sich heraus, dass parallel zur Ölabscheiderleitung eine Leitung mit Kühlwasser aus einem Unternehmen in den Oesterbach mündet. Weitere Netzschlauchsperren und schwimmfähiges Bindemittel wurden an der Einleitungsstelle eingesetzt. Die entnommenen Gewässerproben wurden inkl. der Dokumentation an die Untere Wasserbehörde übergeben. Diese kümmerte sich im Verlauf um die weiteren Maßnahmen an der Einsatzstelle.

Die Feuerwehr rückte nach über zwei Stunden wieder in ihre Standorte ein. Die Einleitung des ölhaltigen Mediums konnte bis zum Einsatzende der Feuerwehr nicht festgestellt werden. Die Untere Wasserbehörde sowie das Tiefbauamt ermittelten nach Abrücken der Feuerwehr, weiter nach der Einleitungsstelle. Auch die Reinigung und Entsorgung wurde durch die UWB veranlasst.

Gegen 15:30 Uhr dann erneuter Alarm für die hauptamtliche Wache. Das HLF und die DLK wurden zu einem TH0 Hindernis auf Straße, kurz vor dem Ortsteil Blemke alarmiert. Massiv große Felsen seien aus einem Steilhang auf die B236 gestürzt, so die Meldung der Polizei an die Kreisleitstelle der Feuerwehr. Beim Eintreffen der Feuerwehr stellte sich heraus, dass größere Felsbrocken auf die Fahrbahn gestürzt waren. Weitere Felsbrocken befanden sich sehr lose im Hang und drohten ebenfalls auf die Fahrbahn zu stürzen.

Sägearbeiten aus dem Korb der Drehleiter

Die Einsatzstelle wurde abgesichert und die losen Felsbrocken mittels Einreißhaken kontrolliert zu Fall gebracht. Da aufgrund des Felsabganges ein Wurzelteller im Steilhang frei hing, auf welchem zwei armdicke ca. 4 Meter hohe Bäume standen, wurden diese in Abstimmung mit der Polizei über die DLK entfernt, um die Last vom Wurzelteller zu nehmen.

Für diese Maßnahmen wurde die B236 durch die Polizei voll gesperrt. In Abstimmung mit der Polizei wurde vereinbart, dass die Feuerwehr nach Einrücken, die Einsatzstelle erneut mit dem GW-L anfährt, um Sperrbaken Bereich zu errichten. Die abgesprochene Beschilderung wurde durch die Besatzung des GW-L aufgestellt.

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