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Landrat Thomas Gemke (rechts) mit Anja Spies, Thomas Schmitz und Volker Schmidt (von links) aus dem Fachbereich Gesundheit und Soziales Foto: Mathis Schneider/Märkischer Kreis

Märkischer Kreis/Altena. (pmk) Bei einem Besuch im Kreishaus in Altena bedankte sich Thomas Gemke für das große Engagement im der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheitsdienst. 63 Personen arbeiten momentan im Fachdienst – rund 40 mehr als normalerweise.

Die Stimmung ist gut bei 63 Kreisbediensteten. Sie arbeiten tagtäglich daran die Infektionsketten des Coronavirus nachzuvollziehen: Infizierte müssen ermittelt, deren Kontaktpersonen durch Quarantäne isoliert werden. “Zunächst einmal bin ich hergekommen, um mich zu bedanken für Ihren großartigen Einsatz. Mir ist wichtig zu sehen, wie Ihr Alltag aussieht und was Sie beschäftigt. Ich denke, wir haben gerade eine Situation, in der wir gut aufgestellt sind. Aber wir müssen uns darauf einstellen, dass sie nicht in den nächsten Wochen wieder vorbei ist”, sagte Gemke den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Zusätzliches Personal

Landrat Thomas Gemke hörte in Altena Einiges aus dem Alltag des Gesundheitsamtes. Foto: Mathis Schneider/Märkischer Kreis

Für eine langfristige Arbeit werde im Hintergrund weiteres Personal geschult und darauf vorbereitet mitzuhelfen. Bereits jetzt arbeiten Kreisbedienstete aus verschiedenen Bereichen im Gesundheitsamt mit – beispielsweise aus dem Zahnärztlichen oder dem Kinder- und Jugendärztlichen Dienst. Hauptaufgabe ist es momentan, die Kontakte von Infizierten zu ermitteln und dann die Kontaktpersonen unter Quarantäne zu stellen. Auch die Meldung der Zahlen ans Gesundheitsministerium und Robert-Koch-Institut gehen von Altena aus.

Direkter Kontakt mit Betroffenen

Die Mitarbeitenden berichteten dem Landrat von ihrer Arbeit. Dass die Situation nicht einfach ist, wird klar: “Ich nehme das erste Mal, seit ich beim Märkischen Kreis arbeite, die Arbeit im Kopf mit nach Hause. Die Situation lässt einen nicht direkt los”, schilderte ein Bediensteter. Die Mitarbeiter*innen kriegen im Kontakt mit Betroffenen oder Angehörigen die persönlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie direkt mit. Auch Frust oder Unverständnis begegnet den Mitarbeitern am Telefon. Fälle, die negativ auffallen, seien aber deutlich in der Minderheit.

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