Gerd Krebs, Susanne Hartwig, Tlako Mokgadi, Ulrike Tütemann, Bellis Klee-Rosenthal und Matthias Wagner lesen Geschichten vom Gehen und Ankommen. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Der Verein „Wir hier! – Verein für kulturelle Vielfalt in Südwestfalen“ lädt für den 8. November zu einer Lesung mit Musik in die „Alte Druckerei“ im Stock an der Knapper Straße ein. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. Sie steht unter dem Thema „Heimat – Geschichten und Lieder zum Gehen und Ankommen“. Der Eintritt ist frei.

Brücken bauen

„Wir wollen mit dieser Veranstaltung Brücken bauen zu den Menschen, die am Rand der Gesellschaft leben in der Welt und in Lüdenscheid“, sagt Matthias Wagner vom Vorstand des Vereins. Der Weg zu diesen Menschen führt über das Wort und die Musik. Vier Mitglieder des Vereins und Bellis Klee-Rosenthal als Gast werden aus ausgewählten Büchern lesen. Die Musik kommt von Singer/Songwriter Binyo und seinem Schlagzeuger Christian Lauermann. Die Veranstaltung wird mit einem Heimat-Scheck des NRW-Ministeriums für Heimat, Bau, Kommunales und Gleichstellung gefördert.



Was hörst Du aus Shanghai?

Bellis Klee-Rosenthal wird aus ihrem eigenen Buch „Was hörst Du aus Shanghai?“ lesen. Hier geht es um eine Liebe zwischen Auschwitz und Auswandern und den anrührenden Briefwechsel zwischen einer jungen deutschen Jüdin und einem jüdischen Emigranten. Bellis Klee-Rosenthal stützt sich in ihrem Buch auf Briefdokumente und führt so zwei wahre Geschichten zusammen.

Flucht aus Lüdenscheid

Gerd Krebs wird unter der Überschrift „1938 – Flucht aus Lüdenscheid“ über das Schicksal der jüdischen Familie Ripp berichten.

Spurensuche in Galiläa

Tlako Mokgadi liest Passagen aus dem Buch „Papier Steine“ von Tomer Gardi. Hier geht es um eine Spurensuche in Galiläa zwischen Archiven, Erinnerung und Selbstzensur. Thema ist die Vertreibung der Palästinenser aus Israel.

Unter einem Dach

Susanne Hartwig hat ein Buch ausgewählt, das sich mit dem Thema Integration befasst. Es heißt „Unter einem Dach“. Autoren sind der Syrer Amir Baitar und der deutsche Journalist Henning Sußebach, der den syrischen Flüchtling bei sich aufgenommen hat. Was kann ich geben? Was kann ich fordern? Das Buch beantwortet viele Fragen, die sich nach dem Kanzlerinnen-Wort „Wir schaffen das“ stellten.

Wenn der Krieg hier ist

Brenzlig wird es bei dem Vortrag von Ulrike Tütemann. „Krieg: Stell Dir vor, er wäre hier“. Die dänische Autorin Jane Teller hat eine Geschichte geschrieben, in der Diktatoren in Europa die Macht übernommen haben. Ein 14-jähriger aus Deutschland flieht in ein ägyptisches Flüchtlingslager und versucht, mit seiner Familie ein neues Leben aufzubauen. Dabei stößt er auf größte Schwierigkeiten. Jane Tellers Buch ist eine erschreckende Vision zu hochaktuellen Themen wie Migration und Fremdenfeindlichkeit.

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