Die Kreistagsmitglieder, hier die SPD-Fraktion, erfuhren von Landrat Thomas Gemke den aktuellen Stand beim Breitbandausbau. Foto: Mathis Schneider/Märkischer Kreis

Märkischer Kreis. (pmk) Der Förderbescheid des Bundes über 30,2 Millionen für den Breitbandausbau ist eingetroffen. Jetzt fehle noch die Zusage des Landes über 28,2 Millionen Euro. Damit könne endlich mit dem längst überfälligen Glasfaser-Ausbau für mehr als 45.000 Privathaushalte im Kreis begonnen werden, sagte Landrat Thomas Gemke im Kreistag.

Die Digitalisierung sowie der Breitbandausbau sind laut Landrat Thomas Gemke Schwerpunktthemen im nächsten Jahr. Das sagte er anlässlich der Einbringung des Kreishaushalts in der jüngsten Sitzung des Kreistages. „In den geförderten Gewerbegebieten liegen jetzt an rund 1.300 Adressen Glasfaserkabel. Die Hausanschlüsse muss nun jeder Eigentümer selbstständig beauftragen.“

Bereits fertig ausgebaut seien Altena, Schalksmühle und Meinerzhagen. In Balve und Neuenrade-Affeln seien mehr als 85 Prozent der Baumaßnahmen fertiggestellt. In Plettenberg-Oesterau, Neuenrade und Kierspe, so der Landrat, seien mehr als die Hälfte der Kabel verlegt.

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Gemke: „Bis spätestens 30. April werden auch die Glasfasertrassen in Hemer-Ihmert, Iserlohn, Plettenberg-Eiringhausen sowie in den Werdohler Ortsteilen Mitte und Kleinhammer verlegt sein.“ Nachdem am 24. Oktober der Förderbescheid des Bundes über 30,2 Millionen eingetroffen sei, fehle nur noch die Zusage des Landes über 28,2 Millionen Euro. Damit könne endlich mit dem längst überfälligen Glasfaser-Ausbau für mehr als 45.000 Privathaushalte im Kreis begonnen werden.

Thomas Gemke: „Ich hatte schon wiederholt gesagt, dass die Verfahren viel zu kompliziert und aufwendig sind und dazu noch ständig ver- und geändert werden. Daran hat sich leider nicht viel geändert.“ Durch den sogenannten sechsten Call sei auch eine Förderung von Breitbandanbindungen von Einzellagen sowie Randbereichen außerhalb größerer Ortschaften möglich. Für diese „weißen Flecken“ sei ebenfalls ein weiterer Förderantrag beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gestellt.

Landrat Thomas Gemke: „Die Abwicklung dieses weiteren Glasfaser-Projektes soll durch vereinfachte Genehmigungsprozesse seitens der Aufsichtsbehörden beschleunigt werden. Aktuell warten 18 Milliarden Euro in Berlin auf den Abruf durch noch nicht genehmigte Förderanträge.“

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