Renate Mengedodt informiert sich über das Hilfetelefon. Foto: Nora Dickmann

Lüdenscheid. (PSL) Am 25. November findet weltweit der Gedenk- und Aktionstag „Keine Gewalt gegen Frauen“ statt. Viele Aktionen sind für diesen Tag geplant, um die Menschen für das Thema zu sensibilisieren. Auch Lüdenscheid zeigt Flagge: Ab Montag, 19. November, wird für eine Woche die blaue Flagge mit der Aufschrift „Frei Leben ohne Gewalt“ vor dem Rathaus gehisst sein.

Aktion am 21. November auf dem Rathausplatz

Am Mittwoch, 21. November, planen Vertreterinnen und Vertreter der Runden Tische gegen häusliche Gewalt im Märkischen Kreis eine Aktion anlässlich des Gedenktages auf dem Rathausplatz. Die Beteiligten dieses Zusammenschlusses sind unter anderem die örtlichen Beratungsstellen, die Opferschutzbeauftragte, das Kinderschutzzentrum und die Justiz. „Mit der Aktion auf dem Rathausplatz wollen wir auf örtliche Beratungsmöglichkeiten und auch auf das Hilfetelefon aufmerksam machen. Dabei sollen die Bürgerinnen und Bürger für dieses wichtige Thema sensibilisiert werden“, erklärt Renate Mengedodt, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Lüdenscheid.

Viele Kontaktstellen

Als Gleichstellungsbeauftragte koordiniere sie den Runden Tisch gegen häusliche Gewalt im südlichen Märkischen Kreis. „Wir wollen deutlich machen, dass es für Frauen, die bereits unter Gewalt gelitten haben, viele Kontaktstellen gibt. Sie sind nicht alleine“, so die Gleichstellungsbeauftragte. Die Akteure werden von 11 bis 12 Uhr vor dem Postgebäude auf dem Rathausplatz präsent sein. Orangene Schirme symbolisieren den Schutz vor Gewalt und lenken die Aufmerksamkeit auf den Hashtag #schweigenbrechen. Zusätzliches Informationsmaterial wird verteilt.

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Das bundesweite Hilfetelefon

Zu der Aktion „Schweigen brechen“ ruft das bundesweite Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ auf, um das Hilfetelefon bekannter zu machen und um Informationen über das Thema Gewalt an Frauen zu teilen. Das Telefon bietet Betroffenen die Möglichkeit, sich das ganze Jahr über – rund um die Uhr – anonym beraten zu lassen. Auch für unterstützende Personen aus der Nachbarschaft, aus dem Freundeskreis oder aus der Familie, oder für Fachkräfte, wie Ärztinnen, Erzieherinnen und Sozialpädagoginnen, wird Hilfe und Beratung angeboten.

Renate Mengedodt ist von dem Hilfetelefon begeistert: „Die Beratung erfolgt in 17 Sprachen, online, per Sofort-Chat, per Telefon und sogar in Gebärdensprache.“

Die Gleichstellungsbeauftragte macht deutlich, dass sich alle an der Aktion des Hilfetelefons beteiligen können: „Man kann auch ein Foto mit einem der Aktionsschilder machen, dies auf einer Social Media Plattform präsentieren und mit dem Hashtag #schweigenbrechen versehen. So können sich alle einbringen und helfen!“ Dies könne auch gerne bei der Aktion auf dem Rathausplatz vor der Post geschehen. Selbstverständlich auch über das Internet: www.hilfetelefon.de

Wie ist der Aktionstag entstanden?

Der Aktionstag „Keine Gewalt gegen Frauen“ beruht auf einem Ereignis des 25. November 1960. Drei Frauen aus der Dominikanischen Republik wurden aufgrund ihres politischen Engagements gefoltert, vergewaltigt und ermordet. Der Tod dieser drei Schwestern ist beispielhaft für die sexuelle, politische und kulturelle Gewalt an Frauen. Lateinamerikanische Frauenrechtlerinnen haben 1981 diesen Internationalen Tag ausgerufen.

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