Gastgewerbe und Tourismus in der Region drängen auf eine Öffnungsperspektive. Foto: freephoto/pixabay.com

Märkischer Kreis/Sauerland. Bereits vor der letzten Ministerpräsidentenkonferenz hat die Initiative #aufstehengastgeber – für die Zukunft von Gastgewerbe und Tourismus ein Schreiben an die Politik verfasst – mit Lösungen, um der derzeitigen schwierigen Situation verantwortungsvoll und effektiv zu begegnen. Doch geschehen ist seither wenig. Die Lage ist unverändert ernst. Nun wenden sich Vertreter aus Gastgewerbe und Tourismus erneut an die Regierung.

Die Initiative hat das Positionspapier mit Lösungen und Maßnahmen für eine verantwortungsvolle Politik ausgewertet – leider mit ernüchterndem Resultat. Zwei wesentliche Punkte, wie die nachhaltige Öffnungsperspektive und die dringend nötigen Entschädigungszahlungen, bleiben unerledigt. Der gerade verabschiedete Eigenkapitalzuschuss sei ein erster Schritt, der allein jedoch für das Sonderopfer, das die Branche bringt, keinen Ausgleich bietet, sagt Andreas Deimann, Hotelier aus Schmallenberg.

“Wir brauchen schon jetzt den Blick in die Zukunft.”

Nach wie vor steht das Wohl von Menschen und Gesundheit an erster Stelle. „Wir beobachten das Infektionsgeschehen mit großer Sorge und unterstützen deshalb ausdrücklich alle Maßnahmen, die wissenschaftlich begründet und effektiv dazu beitragen, die steigenden Infektionszahlen zu senken“, erklärt Deimann, macht jedoch auch deutlich: „Aber wir brauchen jetzt schon den Blick in die Zukunft, raus aus der Pandemie.“

Seit Monaten sind die Türen des Gastgewerbes geschlossen. Hilfen lindern nur zum kleinen Teil die finanziellen Sorgen. Wann und wie es weitergeht, weiß noch immer niemand. Dabei haben Hotels und Gastronomie längst umfangreiche Schutzkonzepte erstellt, die auch laut RKI-Studie das Infektionsrisiko gering halten.

Branche muss wieder zu Kräften kommen

Die Initiative geht in ihrem Positionspapier schon einen Schritt weiter und fordert eine Fachkräfte-Offensive und Zukunfts- und Re-Start-Programme für das Gastgewerbe. Denn auch nach dem Lockdown muss einiges geschehen, damit die Branche wieder zu Kräften kommen kann.

„Für uns geht es ums Überleben. Wenn nicht schnell die notwendigen Maßnahmen beschlossen und zeitnah umgesetzt werden, wird es die Vielfalt an Hotels und Gastronomie nicht mehr geben und der Tourismus im Sauerland einen über viele Jahre irreparablen Schaden nehmen“, so Elke Stahlmecke, Koordinatorin der Initiative #aufstehengastgeber. „Der Politik muss klar sein, dass sie auch für den Weg nach der Pandemie Verantwortung trägt.“

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