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Wer Meinerzhagen nicht kennt, kann kaum erkennen, dass sich links der Eingang zur Fußgängerzone Derschlager Straße befindet, sagt Stadtplaner Hans-Joachim Hamerla. Quelle: Büro ASS

Meinerzhagen. Aus Sicht von Hans-Joachim Hamerla, Stadtplaner vom Düsseldorfer Büro ASS, läuft die Belebung der Fußgängerzonen Derschlager Straße und Zur Alten Post wie geplant. Das sie kommen muss, ist spätestens seit den Workshops mit Eigentümer und Geschäftsinhabern klar. „In einem geradezu modellhaften Beteiligungsverfahren haben wir übereinstimmend gute Ergebnisse erzielt“, berichtete der Stadtplaner bei einem Info-Abend im Meinerzhagener Rathaus. Die Fördergelder für den Ausbau des Bereichs zwischen Haupt- und Volmestraße seien bereits genehmigt.

Umsetzung ab Mitte 2016

Ziel ist die Betonung der Eingangssituation durch Tore. Der Blick in die Fußgängerzonen soll freigeräumt werden. Am Eingangsplatz sollen Sitzmöglichkeiten geschaffen werden. Quelle: Büro ASS
Ziel ist die Betonung der Eingangssituation durch Tore. Der Blick in die Fußgängerzonen soll freigeräumt werden. Am Eingangsplatz sollen Sitzmöglichkeiten geschaffen werden. Quelle: Büro ASS

Die Umsetzung soll Mitte nächsten Jahres erfolgen. Ab Herbst 2016 soll es in der Derschlager losgehen. Ziel ist, die Derschlager als Gastronomieschwerpunt herauszuarbeiten. In der Fußgängerzone „Zur Alten Post“ soll die bewährte gemischte Nutzung beibehalten werden.

Allerdings wünscht sich Hans-Joachim Hamerla mehr Einsatz von Handel und Gastronomie. Der geplante Besatz der Fußgängerzonen läuft noch nicht so wie geplant. „Da müssen wir noch nacharbeiten“, appellierte er an Martin Leonidas, Geschäftsführer von Stadtmarketing Meinerzhagen. Bislang lägen nämlich nur Bestellungen für sechs Blumenkübel vor. „Das bisherige Ergebnis ist enttäuschend“, räumte Leonidas ein.

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Zuschüsse aus dem Regionale-Verfügungsfonds

Eine Reihe von Einzelmaßnahmen soll die Aufenthaltsqualität im Stadtkern verbessern und insbesondere auswärtigen besuchern klar signalisieren, dass es in Meinerzhagen Fußgängerzonen mit einem interessanten Angebot gibt. Dazu sollen die Eingänge zur Derschlager Straße und Zur Alten Post stärker geöffnet und deutlich markiert werden. Auch Durchgänge wie der Kapellenweg sollen durch Tore oder Ähnliches aufgewertet werden. Ein Sonnensegel könnte den Quartiersplatz am Wirtshaus Zur Altstadt zu einem beliebten Treffpunkt machen. Klangspiele für Kinder, verteilt in der gesamten Fußgängerzone, könnten das Tüpfelchen auf dem i werden.

Dieser Bereich könnte zu einem belebten Quartiersplatz ausgestaltet werden. Quelle: Büro ASS
Dieser Bereich könnte zu einem belebten Quartiersplatz ausgestaltet werden. Quelle: Büro ASS

Der Haken: Das alles muss auf private Initiative und mit privaten Mitteln angestoßen werden. Aus dem Verfügungsfonds der Regionale 2013 fließen allenfalls Zuschüsse. Hans-Joachim Hamerla ist aber zuversichtlich: „Warum sollte in Meinerzhagen nicht das klappen, was in anderen Städten bereits mit Erfolg gelaufen ist?“ fragte er in die Runde.

Reden über Anlieferzeiten

Auch über die vorgeschlagene Änderung der Lieferzeiten könne man reden, versicherte der Stadtplaner. Den aus den Workshops stammenden Vorschlag 6 bis 9 Uhr und 18 bis 20 Uhr hält Volkmar Rüsche für problematisch. „Das sind Zeiten, in denen die Gastronomen gerade ihre Freizeit genießen bzw. hoffentlich ordentlich Betrieb haben“, gab er zu bedenken. Allerdings seien die zurzeit gültigen Anlieferzeiten (18.30 bis 11 Uhr und 13 bis 15 Uhr) auch nicht geeignet. „Da kann jeder durch die Fußgängerzonen fahren, wann er will. Kontrolliert wird’s ohnehin nicht“, sagte einer der Besucher.

 

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