Eine Aufnahme aus Fukushima vom 27. Mai 2011. Foto: Greg Webb / IAEA / Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/

Hagen. Am Freitag (11.3.2016) findet im Rahmen einer bundesweiten Aktion um 18 Uhr am Hagener Friedenszeichen in der Hohenzollernstraße eine Gedenkveranstaltung zum 5. Jahrestag der atomaren Katastrophe von Fukushima statt. Ausrichter in Hagen sind die “Deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges” (IPPNW), das „Hagener Friedenszeichen“ und „Energiewende Hagen“.

Dazu schreibt Ruth Sauerwein vom Hagener Friedenszeichen (in Auszügen):

“Die Bilder sind tief im Gedächtnis eingegraben: der Tsunami, die Explosionen im Atomkraftwerk, die hilflosen Manager und Politiker, die fliehenden, verängstigten Menschen. In Hagen versammelten sich schon am 14.3.2011 zahlreiche Menschen auf dem Friedrich–Ebert-Platz, um gegen die Fortführung der deutschen AKW-Politik zu demonstrieren. Aus dieser Gruppe entsteht die „Energiewende Hagen“.
Dem kollektiven weltweiten Schock folgte die politische Kehrtwende in Deutschland: Die Laufzeitverlängerung der AKWs wird zurück genommen, ein verbindlicher Fahrplan für die Abschaltung bis 2022 wird vereinbart.

…Von 2011 bis 2013 drangen täglich 400 Tonnen radioaktiv verseuchtes Wasser in die Umgebung. 320.000 Tonnen hochradioaktives Wasser findet sich in den Behältern der Atomruine (2014). Die Erde musste in dem bestrahlten Gebiet 15 Centimeter abgetragen werden; sie lagert in Plastiksäcken an 50.000 Stellen in der Präfektur Fukushima. Circa 200.000 Menschen mussten umgesiedelt werden. Nach internationalen Standards für die noch verträgliche radioaktive Bestrahlung hätten es zwei Millionen Menschen sein müssen. Seriöse medizinische Schätzungen gehen von 75.000 – 120.000 zusätzlichen Krebstoten in der Region in den nächsten 80 Jahren aus…”

 

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here