Foto: Arbeitsagentur

Märkischer Kreis. Die Arbeitslosigkeit sinkt im März im Märkischen Kreis wieder unter die 17.000er Marke. Insgesamt waren 16.648 Männer und Frauen im Kreis arbeitslos, 439 weniger als im Monat zuvor (-2,6%).

Arbeitslosigkeit

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Märkischen Kreis im März 2021 gesunken. Insgesamt waren 16.648 Personen arbeitslos gemeldet. Verglichen mit den Zahlen des Vormonates sind dies 439 Personen oder 2,6 Prozent weniger. Im Vergleich zum März des Vorjahres steigt die Zahl der Arbeitslosen um 1.342 Personen bzw. 8,8 Prozent. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen beträgt im März 7,3 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 6,7 Prozent (+0,6 Prozentpunkte). Im Schnitt der vergangenen Jahre ging die Arbeitslosigkeit im Monatswechsel Februar auf März um rund 200 Personen zurück.

Langzeitarbeitslosigkeit

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Märkischen Kreis im Berichtsmonat gestiegen. 7.208 Personen waren länger als ein Jahr nicht sozialversicherungspflichtig beschäftigt, darunter zählen 86,8 Prozent (6.254 Personen) zur Grundsicherung. Verglichen mit den Gesamtzahlen des Vormonates sind dies 24 Langzeitarbeitslose mehr. Im Vergleich zum Vorjahr steigt die Zahl dieser Arbeitslosen damit um 1.640 Personen.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung waren in diesem Monat 6.119 Personen arbeitslos gemeldet. Die Zahl hat sich im Vergleich zum Vormonat um 459 Personen bzw. 7,0 Prozent verringert. Im Vorjahresvergleich bedeutet dies eine Erhöhung um 493 Personen oder 8,8 Prozent.

Entwicklung in der Grundsicherung

Aktuell betreut das Jobcenter Märkischer Kreis in 16.202 Bedarfsgemeinschaften 22.095 erwerbsfähige Leistungsberechtigte im Alter zwischen 15 und 65 Jahren. Die darin enthaltene Zahl der Arbeitslosen hat sich im März geringfügig um 20 auf 10.529 Personen erhöht. „Die Anzahl der Bedarfsgemeinschaften und der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten hat im Vergleich zu März letzten Jahres – dem Vorkrisenniveau – nur leicht zugenommen“, berichtet Volker Riecke, Geschäftsführer des Jobcenters Märkischer Kreis und ergänzt: „Seit Jahresbeginn verzeichnen wir jedoch einen verstärkten Zugang von Arbeitslosen, deren Leistungsanspruch aus der Arbeitslosenversicherung ausgelaufen ist und die nunmehr auf Leistungen des Jobcenters angewiesen sind.“

Stellenangebot

Unternehmen aus der Region haben auch in diesem Monat wieder über 1.000 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet. Insgesamt sind dem gemeinsamen Arbeitgeberservice der Iserlohner Arbeitsagentur und dem Jobcenter Märkischer Kreis 1.128 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet worden. Im Bestand befanden sich insgesamt 3.912 offene Stellen, 246 mehr als im Vormonat und 1.022 weniger als im Vorjahresmonat.

Kurzarbeit

Angezeigte Kurzarbeit

Mit aktuellstem Datenstand für Februar 2021 sind im Märkischen Kreis insgesamt 266 Anzeigen auf Kurzarbeit für rund 2.424 Personen eingegangen, das sind 57 Anzeigen weniger als im Monat zuvor.

Tatsächlich realisierte Kurzarbeit

Den Agenturen für Arbeit stehen Daten über die tatsächlich erfolgte Kurzarbeit im September 2020 zur Verfügung: In diesem Monat lag der Arbeitsausfall für Personen in Kurzarbeit bei durchschnittlich 28,1 Prozent. Im September 2020 haben im Märkischen Kreis insgesamt 1.561 Betriebe für 20.650 Personen Kurzarbeitergeld beantragt. Das waren 3.311 Kurzarbeiter/innen weniger als im Monat zuvor.

Folgende Branchen waren im September 2020 am stärksten von Kurzarbeit betroffen:

  • Verarbeitendes Gewerbe 638 Betriebe
  • Handel; Instandhaltung und Reparatur von KFZ 273 Betriebe
  • Gastgewerbe 143 Betriebe
  • Freiberufler, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen 95 Betriebe
  • Baugewerbe 82 Betriebe

Blitzlicht Ausbildungsmarkt

Bis März 2021 sind im Märkischen Kreis insgesamt 1.956 Berufsausbildungsstellen beim gemeinsamen Arbeitgeberservice der Iserlohner Arbeitsagentur und dem Jobcenter Märkischer Kreis gemeldet worden. Das sind rund 400 Stellen weniger im Vergleich zum Vorjahr (-17,2 Prozent). Dem gegenüber stehen 1.840 Bewerber und Bewerberinnen, die sich im Laufe des Berichtsjahres bei den Agenturen für Arbeit vor Ort im Märkischen Kreis gemeldet haben. 366 weniger als im Vorjahreszeitraum (-16,6 Prozent). Auf eine/n Bewerber/in kommen damit im Märkischen Kreis 1,1 Ausbildungsplätze. Zurzeit sind noch 981 junge Frauen und Männer auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle. Gleichzeitig sind noch 1.291 Ausbildungsplätze unbesetzt.

Einschätzung für die kommenden Monate

„Insgesamt entwickelt sich der heimische Arbeitsmarkt trotz anhaltendem Lockdown weiter positiv“, erklärt Sandra Pawlas und ergänzt: „Aktuell haben wir mit rund 16.600 arbeitslosen Personen im Märkischen Kreis noch immer einen hohen Arbeitslosenbestand, doch konnten wir die durch Corona zusätzlich entstandene Arbeitslosigkeit Schritt für Schritt abbauen und erleben wieder mehr Bewegung auf dem Arbeitsmarkt.“ Im Vergleich zum Schnitt der Vorjahre fällt die Frühjahrsbelebung sogar stärker aus: „Das liegt u.a. daran, dass unsere Wirtschaftsstruktur stark vom verarbeitenden Gewerbe geprägt ist. Der aktuelle Lockdown betrifft besonders Bereiche des Einzelhandels, der Gastronomie oder der T ourismusbranche. Gleichzeitig setzen Arbeitgeber auch weiterhin auf Kurzarbeit, halten damit ihr Personal und können auf Entlassungen verzichten. Durch neu gemeldete Stellen ergeben sich wieder Perspektiven für Arbeitsuchende. Vor allem die jungen Fachkräfte profitieren hier und sind gefragt. Daher lohnt sich an dieser Stelle noch einmal der Appel an Arbeitgeber: Setzen Sie jetzt auf junge Fachkräfte und bilden Sie auch in diesem Jahr aus. Wir beraten Sie hier gern“, ergänzt Pawlas.

Insgesamt blickt Pawlas weiter vorsichtig optimistisch Richtung Frühjahr: „Natürlich müssen wir abwarten, wie der Arbeitsmarkt den aktuellen Lockdown verkraftet und sich auf die einzelnen Branchen auswirkt. Dennoch gehe ich davon aus, dass sich die Arbeitslosigkeit insgesamt weiter moderat reduzieren lässt. Da überwiegend Fachkräfte nachgefragt sind, wird die Weiterbildung arbeitsloser Personen auch weiterhin der Schlüssel zur Fachkräftesicherung darstellen.“

Quelle: Agentur für Arbeit Iserlohn

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