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Plettenbergs Bürgermeister Uli Schulte besuchte am vormittag Feuerwehreinheiten, die in Alarmbereitschaft versetzt worden sind. Foto: Pressestelle Feuerwehr Plettenberg

Plettenberg/Märkischer Kreis. Orkantief Friederike fordert die Feuerwehren. „Wir haben, wie auch die anderen Feuerwehren im gesamten Märkischen Kreis, lediglich vorsorgliche Maßnahmen für eine mögliche Schadenslage getroffen“, sagt Thomas Gritschke als Sprecher der Plettenberger Feuerwehr. Gleichzeitig wirft er einen Blick zurück und erinnert am Kyrill. „Heute, genau vor elf Jahren, hat es insbesondere große Teile des Sauerlandes eiskalt erwischt. Genau aus diesem Orkantief mit Namen haben unter anderem auch die Feuerwehren viel gelernt.“

80 Einsatzkräfte auf den Fahrzeugen

Seinerzeit sei es auch für die ehrenamtlichen Feuerwehrkräfte zum Teil nicht mehr möglich, zeitnah zu ihren Gerätehäusern zu gelangen, denn überall versperrten Bäume die Straßen. Bei „Friederike“ sitzen die Feuerwehrkräfte schon in den Gerätehäusern, um schlagkräftig und zeitnah zur Hilfe eilen zu können. „Wir haben zurzeit über 80 Einsatzkräfte in Bereitschaft auf den Fahrzeugen“, so Markus Hüsken als stellvertretender Leiter der Plettenberger Feuerwehr gegenüber Bürgermeister Ulrich Schulte. Schulte hat am Morgen die Einsatzkräfte in der Feuer- und Rettungswache besucht, um sich ein Bild von der gegenwärtigen Situation zu verschaffen. „Wir hoffen alle das Beste und wünschen uns einen Tag ohne große Schäden“, so die Feuerwehr.

Am Vormittag 100 Einsätze im MK

Inzwischen laufen mehr als 100 Feuerwehreinsätze im Kreisgebiet. Besonders betroffen sind Lüdenscheid, Halver und Iserlohn. Das teilt die Pressestelle des Märkischen Kreises mit. Relativ ruhig sei es noch in Plettenberg und Balve. Dort werde das Orkantief aber später auch vorbeiziehen.

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In Nachrodt Dach abgedeckt

In Iserlohn hat sich aufgrund des Sturms ein Unfall mit einem Feuerwehrwagen ereignet. Es gab keine Personenschäden. In Nachrodt wurde das Dach eines Gewerbebetriebes abgedeckt. Die meisten Schäden werden durch umgestürzte Bäume und teilweise umgestürzte Gerüste verursacht. Kreisbrandmeister Michael Kling rät der Bevölkerung dringend zu Hause zu bleiben und nicht ins Auto zu steigen.

Update

Aktuell (Stand 13.30 Uhr) meldet die Kreisleitstelle des Märkischen Kreises 380 Sturmeinsätze im Kreisgebiet.

Besonders betroffen sind nach wie vor Lüdenscheid, Halver und Iserlohn. In Menden wurde eine Person durch einen umgestürzten Baum verletzt. In Iserlohn Sümmern wurde ein Löschfahrzeug im Einsatz durch einen umgestürzten Baum beschädigt. Es enstand kein Personenschaden. Alle Feuerwehren sind seit 11 Uhr im Einsatz. Zur Unterstützung der Feuerwehr wurde das THW alarmiert. Ebenfalls im Einsatz sind Johanniter Lüdenscheid und DRK Lüdenscheid. Aus die Kreisleitstelle wurde nochmal verstärkt. Alle Disponententische sind mehrfach besetzt.

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