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Es gibt nicht mehr viele Überlebende, die von Zwangsarbeit im Dritten Reich erzählen können. Umso wichtiger ist es, das Forschungsprojekt der Friedensgruppe zu unterstützen. Damit die Erinnerungen an diese Zeit wachgehalten werden. Foto: Mihai Paraschiv

Lüdenscheid. Dank der Spenden vieler Organisationen, Institutionen und Einzelpersonen im Jahr 2011 wurde die finanzielle und auch ideelle Grundlage geschaffen, die Ge-Denk-Zellen 2012 zu eröffnen und immer mehr Schulklassen und Menschen jeden Alters zum Besuch zu motivieren.

90-Jährige erzählten von ihrer Kindheit

Am erfolgreichsten war bisher die Arbeit 2018, als die Friedensgruppe Lüdenscheid zusammen mit den Besucherinnen und Besuchern der Ausstellungen „Gesichter und Geschichten zwischen Diktatur und Demokratie, 90-Jährigen erzählen von ihrer Kindheit“ und „Kindereuthanasie, auch im alten Kreis Altena/Lüdenscheid“ mehr als 2.600 Besucher begrüßen konnten.

Das Schicksal der Zwangsarbeiter

Tschechow-Denkmal in Taganrog. Foto: Pixabay

Vier Friedensgruppenmitglieder, die auch Aktive des Vereins sind, waren auf eigene Kosten im Mai 2018 in Taganrog. In Kooperation mit der dortigen Tschechow-Hochschule wurde hierbei eine Vereinbarung über ein gemeinsames Forschungsprojekt geschlossen: Die Erforschung der Schicksale der ca. 27000 Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter aus der Region Taganrog.



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Besuch von der Tschechow-Hochschule

Im Mai dieses Jahres werden nun fünf Studierende und Dozentinnen der Tschechow-Hochschule nach Lüdenscheid kommen. In einem 14-tägigen intensiven Forschungsprogramm werden die ersten Grundlagen erarbeitet. Darauf aufbauend kann dann jeweils vor Ort weitergearbeitet werden. Die Ergebnisse des Gesamtprojekts sollen in einer Ausstellung sowie einem Abschlussbericht in Form eines kleinen Buchbandes der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Ca. hundert Zwangsarbeiter*innen aus Taganrog gab es auch im alten Kreis Altena/ Lüdenscheid.

Unterstützung des Projektes tut not

Zur Realisierung dieses wichtigen Anliegens werden finanzielle Mittel benötigt, die von den beteiligten Gruppen nicht alleine aufgebracht werden können. Für den Aufenthalt und die gemeinsame Forschungsarbeit vor Ort mit den Gästen aus Taganrog werden ca. 9.000 Euro benötigt. Für die spätere Präsentation weitere ca. 5.000 Euro.

Vom 5. – 12. Mai 2018 reisten Bernd Benscheidt, Matthias Wagner und Martin Sander in die Partnerstadt Taganrog in Südrussland. Die Einladung durch den Rektor der A. P. Chechov Hochschule erfolgte nach gemeinsamen Gesprächen beim Aufenthalt im September in Lüdenscbeid. Die Reise im Zeichen des Friedems und der Völkerverständigung war geprägt von Freunschaft, Offenheit und großartiger Gastfreundschaft. Foto: Friedensgruppe Lüdenscheid

In Kooperation von Friedensgruppe und
Ge-Denk-Zellen e.V. Lüdenscheid und Unterstützung der Gesamtschule Lüdenscheid hat die Gruppe den Willen, dieses wichtige Projekt umzusetzen, ist dabei aber über ihre Möglichkeiten hinaus gefordert.

Daher bittet sie nun die Öffentlichkeit, um die Unterstützung des Partnerschafts- und Forschungsprojektes durch eine Spende.
Die erste Zusage einer Spende in Höhe von 1000 Euro liegt bereits vor.

Geldspenden können mit dem Stichwort „Taganrog“ auf das Konto vom Ge-Denk-Zellen e.V. eingezahlt werden: Sparkasse Lüdenscheid IBAN DE28 4585 0005 0000 3627 56. Spenden erkennt das Finanzamt Lüdenscheid steuerlich an.

Zudem würde die Gruppe sich freuen, an mehreren Tagen einen Kleinbus nutzten zu können und sucht zudem Dolmetscher für einzelne Veranstaltungen und Archivbesuche.

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