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Kreisarchivarin Christiane Todrowski, Bibliothekar Heye Bookmeyer und Archivar Ulrich Biroth freuen sich ab dem 27. Januar auf neugierige Besucher der Fotoausstellung Winter. Foto: Hendrik Klein

Märkischer Kreis. (pmk) Besuchern ist es schon aufgefallen: Seit einiger Zeit hängen im Kreishaus I in Altena großformatige Fotografien. Vor dem Ständesaal im ersten Stock sind alte Kameras in Glasvitrinen ausgestellt. Dies alles gehört zu einer Ausstellung des Kreisarchivs, die ab dem 27. Januar zu sehen ist.

Gezeigt werden Bilder der Fotografen Kurt und Herbert Winter aus den Jahren 1935 bis 1965. Der in Altena-Evingsen lebende Kurt Winter (1905-1969) war Schlosser von Beruf und ein begeisterter Hobbyfotograf. Sohn Herbert (1927-2002) trat in seine Fußstapfen. Zusammen hinterließen sie mehr als 15.000 Bilder, Negative und Glasplatten, die heute im Kreisarchiv des Märkischen Kreises konservatorisch optimal verwahrt werden. Die Motive umfassen Privataufnahmen, Fotos von Schützenvereinen, aus Schulen, Kindergärten und Kirchen, aus der Landwirtschaft und Industrie, aber auch Aufnahmen von Zwangsarbeitern, Wehrmachtssoldaten und den Aufräumarbeiten während des zweiten Weltkriegs und nach 1945.

Für Archivar Ulrich Biroth war es also eine echte Herkules-Aufgabe, aus diesem üppigen Bestand die 50 richtigen Exponate auszuwählen. “Vater und Sohn Winter besaßen beide den besonderen Blick auf das Alltägliche. Ob sie nun Kinder beim Spielen oder Männer bei der Arbeit beobachteten, immer drückten sie genau dann auf den Auslöser, wenn es galt, einen ganz besonderen Moment festzuhalten”, erläutert der Fotofachmann seine Bildauswahl. Besonders angetan ist Biroth von Portraitfotos, die Kurt Winter von seinen Reisen und Wanderungen mitbrachte. Sie vermitteln Nähe und Intensität, beschönigen nichts – und zeigen die Menschen doch in ihrer persönlichen Würde.

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Im Kreisarchiv kann auch die Kameraausrüstung der Fotografen Kurt und Herbert Winter bewundert werden. Foto: Heye Bookmeyer/Märkischer Kreis

Die zahlreichen “Werkzeuge” der Winters sind ebenfalls zu bewundern. Der älteste Fotoapparat ist eine Glasplattenkamera aus dem Jahr 1925, die jüngsten Geräte datieren aus den 1960er Jahren.

Wer mehr über die Geschichte der Fotografie, das Alltagsleben oder die Arbeitsbedingungen in unserer Region erfahren möchte, wird in der Buchauswahl der Landeskundlichen Bibliothek garantiert fündig. Bibliothekar Heye Bookmeyer hat zu allen Themenbereichen der Ausstellung die passende Literatur zusammengestellt.

Zu sehen ist die Ausstellung der Fotografen Kurt und Herbert Winter im Kreishaus I, Bismarckstraße 15 in Altena bis zum 30. Juni 2020 täglich von 8.30 bis 17.00 Uhr, freitags von 8.30 bis 12.00 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos.

Informationen und Antworten auf Fragen zur Ausstellung: Dipl. Archivar Ulrich Biroth, Telefon 02352/966-7059 oder Email u.biroth@maerkischer-kreis.de
Für Literatur: Heye Bookmeyer, Telefon 02352/966-7053 oder Email h.bookmeyer@maerkischer-kreis.de

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