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Foto: Albert Renger-Patzsch (1897-1966), Im Ruhrgebiet, Zeche Zoll-verein, 1949, Archiv Ann und Jürgen Wilde, Zülpich. © Albert Renger-Patzsch / Archiv Ann und Jürgen Wilde, Zülpich / VG Bild-Kunst Bonn 2019

Lüdenscheid. (PSL) Am Sonntag, 28. Juni, bietet die städtische Galerie eine öffentliche Führung durch die aktuelle Ausstellung „Neues Sehen – Neue Sachlichkeit“ an. In einem begleiteten Rundgang verdeutlicht Dr. Carolin Krüger-Bahr anhand ausgewählter Werkbeispiele die Entwicklung des besonderen fotografischen Blicks vom Bauhaus bis in die Gegenwart.

Die Führung beginnt um 15 Uhr. Um telefonische Voranmeldung unter der Nummer 02351 / 17 14 96 wird gebeten, um bei großem Interesse zusätzlich einen zweiten Rundgang um 16 Uhr anbieten zu können. Das Museum erhebt einen Kostenbeitrag von zwei Euro. Zu Beginn der Führungen werden die Kontaktdaten der Teilnehmer aufgenommen und temporär gespeichert, um die Nachverfolgung von möglichen Infektionsketten zu gewährleisten. Die nächste Führung findet am 12. Juli, dem letzten Tag der Ausstellung, statt.

Hintergründe zur aktuellen Ausstellung

Bauhaus und Neue Sachlichkeit haben die Grundlagen einer Moderne in Deutschland von 1919 bis 1933 gelegt. Die Fotografie als eigene künstlerische Ausdrucksform stand dabei zunächst nicht im Fokus. Dennoch entwickelte sich mit der Methode Bauhaus ein eigener, neuer fotografischer Blick, der bis heute Impulse setzt. Die Ausstellung des LWL-Museumsamtes in Kooperation mit dem Fotografen Dieter Blase zeigt insgesamt 54 Arbeiten aus drei Zeitabschnitten.



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Es waren international bedeutende Fotografen wie Albert Renger-Patzsch und Otto Steinert, die die Architektur und Landschaft Westfalens für die klassische Moderne entdeckten. Nach dem Zweiten Weltkrieg nahmen fotokünstlerische Strömungen wie „subjektive fotografie“, aber auch eindrucksvolle Einzelpositionen das avantgardistische Erbe des Bauhauses und der Neuen Sachlichkeit wieder auf. Auch die jüngere Fotogeschichte offenbart zahlreiche Berührungspunkte zur Ästhetik und Programmatik der vormaligen Stilentwicklungen. Dies kennzeichnete beispielsweise die Studienklassen von Bernd und Hilla Becher an der Kunstakademie Düsseldorf.

Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen, der in den Museen der Stadt zum Preis von 14,90 Euro erhältlich ist.

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