Ralf Schwarzkopf, Florian Müller mit Stefan Schmidt beim Besuch des Kunststoffinstituts. Foto: CDU-MK

Lüdenscheid. Kunststoffverarbeitung ist eines der wichtigsten Industriefelder im Märkischen Kreis. Gleichzeitig machen weggeworfene Kunststoffe Sorgen. „Plastikmüllpartikel“ treiben mittlerweile auf der Meeresoberfläche. Florian Müller, heimischer CDU-Bundestagskandidat: „Achtlos weggeworfene Abfälle, Kosmetik, für deren Produktion Mikroplastik verwendet wurde, Abrieb von Autoreifen – die Liste ist lang. Umso wichtiger, dass wir durch Innovationen Abhilfe schaffen.“

Auf Alternativen setzen

Für den Christdemokraten ist deshalb klar: „Vor diesem Hintergrund schaltet bei den einen der Verstand gleich auf Verbote und Beschränkungen – und andere setzen ihre grauen Zellen ein, um nachhaltige und umweltfreundliche Alternativen zu entwickeln.“ Er ist sich aber sicher: „Am deutschen Verbots-Wesen wird die Welt ganz sicher nicht genesen.“



Und um sich davon zu überzeugen und selber ein Bild zu machen, dass Investitionen in Forschung und Entwicklung einen deutlich größeren Beitrag zum Schutz der Umwelt als Verbote leisten können, besuchte er jetzt das Kunststoff-Institut in Lüdenscheid.
Das von der Stadt Lüdenscheid und einem aus rund 400 international aufgestellten Unternehmen der Kunststoffindustrie betriebene und in Anspruch genommene Kunststoff-Institut hat sich mittlerweile einen exzellenten Ruf bei den Themen Qualifizierung, Forschung, Management, Prüfung und Analyse rund um den Werkstoff „Kunststoff“ erworben.

Vorurteile und Nicht-Wissen

Allerdings muss Ralf Schwarzkopf, Mitglied im Aufsichtsrat des Kunststoff-Instituts, immer wieder feststellen: „Wir müssen hier nach wie vor gegen ganz viele Vorurteile und noch viel mehr Nicht-Wissen arbeiten. Die pauschale Verteufelung von Kunststoff hat leider dazu geführt, dass viel zu häufig die Augen vor Fakten verschlossen werden: Kunststoff ist zwar Teil eines Umwelt-Problems ist – aber noch viel wichtiger eben elementarer Baustein der Lösung dieses Problems.“

Schwarzkopf, selbst auch Geschäftsführer des international tätigen Herstellers „Hotset“, ist deshalb ebenso stolz wie glücklich, das Kunststoff-Institut vor Ort zu haben. Sein eigenes, 350 Mitarbeiter starkes Unternehmen zählt international zu den führenden Produzenten von industriellen Heizelementen, Temperatursensoren und Temperaturregeltechniken – und es ist „Kunde“ beim Kunststoff-Institut. „Denn für uns schaffen die räumliche Nähe und die enorme Kompetenz der rund 100 hier am Standort beschäftigten Mitarbeiter des Kunststoff-Instituts Vertrauen – die wohl wichtigste Basis für gemeinsam zu entwickelnden Innovationen“, so Schwarzkopf, der zugleich Vorsitzender der CDU Lüdenscheid ist.

Energie und Innovationsfreude

Der CDU-Bundestagskandidat Müller teilt diese Einschätzung. Nach einem Rundgang ist er überzeugt: „Wenn ich mir anschaue, mit welcher Energie und Innovationsfreude hier an neuen, nachhaltigen Materialien geforscht wird, wie hier zukunftsweisende Anwendungs- und Werkzeugtechniken entwickelt werden, wie an Prüf- und Analysetechniken gefeilt wird – dann ist das nicht allein ein weiterer eindrucksvoller Beleg für die Leistungsfähigkeit unserer sauerländischen Heimat, sondern eben auch der Beste, was wir tun können, um Umweltschutz und Wohlstand für alle nicht als Gegensätze zu verstehen.“

Biobasierte Materialien

Was für Müller auf die politische Agenda gehört, wird beim Kunststoff-Institut Lüdenscheid bereits gelebt. Wie zum Beweis berichtet der Geschäftsführer des Kunststoff-Instituts, Stefan Schmidt, von in seinem Institut entwickelten biobasierten Materialien. „Diese Materialien können zum Beispiel in Bereichen helfen, wo Abrieb nicht vermeiden werden kann. Und das heißt: Hier gelangen keine Kunststoffpartikel, sondern abbaubare Partikel ins Abwasser und damit letztlich in die Meere und schädigen nicht mehr die Umwelt.“ Sein Credo deshalb: „Wir arbeiten erfolgreich daran, dass wir Kunststoff künftig nur noch da einsetzen müssen, wo wir ihn wirklich brauchen – und wenn wir ihn brauchen, schadet er der Umwelt nicht mehr.“

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here