v.l.n.r.: Stephan Thiel, Dr. Wolfgang Schröder (Aufsichtsratsvorsitzender Lebenshilfe Lüdenscheid), Florian Müller (mittig) und Reinhard Merkschien (3. Vorsitzender Aufsichtsrat). Foto: Lebenshilfe

Lüdenscheid. Hohen Besuch konnte die Lebenshilfe in Lüdenscheid mit dem heimischen Bundestagsabgeordneten Florian Müller (CDU) empfangen. Der Politiker hatte sich Zeit genommen, um sich umfassend über die Lebenshilfe zu informieren.

Da er zugleich auch Mitglied im Verkehrsausschusses ist und damit nah dran ist bei den Machern der Verkehrspolitik des Bundes, hörte er sich die derzeitigen Probleme der Lebenshilfe mit der Sperrung der A45 an.

Auch der Fachkräftemangel in der Sozial- und Gesundheitsbranche wird bei der Lebenshilfe Lüdenscheid-Märkischer Kreis immer spürbarer. Um Menschen mit Beeinträchtigung auch langfristig die individuell bestmögliche Versorgung zukommen zu lassen, braucht es Fachpersonal. Insbesondere im Hinblick auf die sich wandelnde Altersstruktur der Betreuten und die damit auch zunehmende pflegerische Unterstützung.

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Thema im Gespräch war auch die kürzlich erfolgte bundesweite Umfrage des Wohlfahrtsverbands „Der Paritätische“. Diese zeigte auf, dass die aktuellen dramatischen Kostensteigerungen ein existentielles Risiko für gemeinnützige soziale Einrichtungen darstellen. Demnach sehen 90 Prozent der Befragten ihre Einrichtung als gefährdet, 46 Prozent geben an, dass es ohne Hilfe maximal ein Jahr möglich sei, die bisherigen Angebote weiter umsetzen zu können. Vor diesem Hintergrund fordert „Der Paritätische“ einen umfassenden Schutzschirm für soziale Einrichtungen und Dienste.

Damit einher geht ein Schreiben des Märkischen Kreises, dass die Lebenshilfe Lüdenscheid-Märkischer Kreis darauf hinweist, sich als Einrichtungsträger für den Fall eines Energieausfalls und einer damit eintretenden Priorisierung der Bedarfe selbstständig organisatorisch und technisch vorzubereiten. Zusagen über Unterstützungsleistungen könnten zu diesem Zeitpunkt noch nicht gegeben werden, heißt es darin.

Stephan Thiel, 1. Vorsitzender des Lebenshilfe-Vorstand, appellierte an Florian Müller, sich dieser immensen Schwierigkeiten anzunehmen und sie mit in den Bundestag zu tragen.