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Der Sportplatz Katzenbusch liegt seit Jahren brach. Derzeit nutzt ihn ein mit dem Glasfaserausbau im Stadtgebiet befasstes Bauunternehmen. Die Firma Mendritzki plant, hier ein Logistikzentrum zu bauen. Foto: Bernhard Schlütter


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Plettenberg. Die Firma Mendritzki plant eine Erweiterung durch den Bau eines Logistikzentrums auf der Fläche des ehemaligen Sportplatzes Katzenbusch. Diese Planung ist ein Thema in der öffentlichen Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses am Mittwoch, 10. April, um 17 Uhr im Ratssaal. Außerdem geht es um den Bau von Parkplätzen durch die Firma Junior im Bereich des Fuß- und Radweges durchs Elsetal.

In der Sitzungsvorlage zum Katzenbusch führt die Stadtverwaltung aus:

Die Sportplatzfläche Katzenbusch an der Elsemühle ist seit vielen Jahren ungenutzt. Die angrenzende Firma Mendritzki möchte dieses Gelände als Betriebserweiterung zum Neubau eines Logistikzentrums und zur langfristigen Standortsicherung nutzen. Mit dem Vorhaben wird eine Entlastung der Herscheider Straße im Bereich des heutigen Werks I erwartet, da sich der Werksverkehr hier entzerrt. Das Logistikzentrum soll direkt an das bestehende Betriebsgebäude angrenzen. Hierzu müssen das von Süden in die Else verlaufende Gewässer Dermecke und der überörtliche Radweg um das Logistikzentrum herum verlegt werden.



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Mit der Planung werden die folgenden Ziele verfolgt:

  • Schaffung der planungsrechtlichen Voraussetzungen für den Neubau eines Logistikzentrums als Erweiterung eines ortsansässigen Betriebes zur langfristigen Standortsicherung
  • Verlegung und Aufwertung des überörtlichen Radweges
  • Verlegung und ökologische Verbesserung des Dermecke-Baches und der Else

Hierzu wurde am 22. Februar 2019 ein Antrag auf Einleitung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanverfahrens als Bebauungsplan der Innenentwicklung gem. § 12 Abs. 2 BauGB i.V.m. § 13a BauGB gestellt, um die planungsrechtlichen Voraussetzungen für das Vorhaben zu schaffen. Die Voraussetzung für das beschleunigte Verfahren gem. § 13a BauGB sind hier nicht gegeben; eine Sportplatzfläche an der Grenze zum planerischen Außenbereich stellt keinen Bebauungszusammenhang im Sinne des § 34 BauGB her, auch wenn auf ihm einzelne untergeordnete Nebenanlagen vorhanden sind. Somit ist ein zweistufiges Bebauungsplanverfahren mit frühzeitiger Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden und mit einem Umweltbericht erforderlich. Der Flächennutzungsplan wird im Parallelverfahren geändert.

Finanzielle Auswirkungen

Die Firma Mendritzki kauft das Gelände des Sportplatzes von der Stadt Plettenberg. Die Verlegung der Dermecke trägt die Stadt Plettenberg als Vorleistung zur Elsetalentlastungsstraße. Die Kosten für die Verlegung des Radweges trägt die Firma Mendritzki zu einem geringeren Anteil, da mit der Maßnahme eine wesentliche Verbesserung für den öffentlichen Verkehr entsteht. Der Ausbau der Straße An der Elsemühle erfolgt zu Lasten von Fa. Mendritzki; die Verlegung der Else wird zu einem geringeren Teil analog der Kostenteilung bezüglich des Radweges von Fa. Mendritzki finanziert.

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