Produktionsleiter Alexander Stüke (links) und der Leiter der mechanischen Bearbeitung Bernd Avenarius nahmen Bürgermeister Antonius Wiesemann (Mitte) mit auf einen Rundgang durch die Produktion des Alcar-Werks in Neuenrade. Foto: Alcar

Neuenrade. „Eine solide Aus- und Weiterbildung ist entscheidend für junge Menschen und die Gestaltung des Wirtschaftsstandortes in der Region“, so Bürgermeister Antonius Wiesemann aus Neuenrade während der Betriebsführung in der Alcar Leichtmetallräder Produktion GmbH. Alcar hatte den Bürgermeister von Neuenrade eingeladen, um ihm neben den technischen Neuerungen vor allem die brandaktuelle Initiative bei der Aus- und Weiterbildung zu präsentieren.

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Die international tätige Alcar Gruppe ist seit über 15 Jahren ein bedeutender Arbeitgeber in der Region, aber vor allem für Neuenrade. Wirtschaftlich war die Region neben der Land- und Forstwirtschaft vom Erzbergbau sowie der Eisen- und Metallindustrie geprägt. Speziell im Bereich der metallverarbeitenden Industrie blieb diese Kompetenz erhalten. Produkte aus der Region finden in der ganzen Welt Verwendung. So auch die Aluminiumfelgen der Alcar Leichtmetallräder Produktion GmbH. Bürgermeister Antonius Wiesemann konnte sich auf Einladung von Alcar ein umfangreiches Bild der Produktionsstätte machen. „Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass Alcar wieder in die Ausbildung junger Menschen investiert und somit auch in die Zukunft unserer Stadt und der gesamten Region“, zeigt sich Bürgermeister Wiesemann sichtlich erfreut.

Aus- und Fortbildung wieder aufgenommen und ausgebaut

Nach einem insgesamt über drei Jahre laufenden Modernisierungsprozess setzt Alcar das Ausbildungsprogramm wieder fort. Ab September 2018 beginnt eine junge Frau ihre Ausbildung zur Industriekauffrau. Für die Fachbereiche Gießereimechaniker und Anlagenführer mit Fachrichtung Zerspanungstechnik sucht Alcar Auszubildende. Zu diesem Zweck besteht eine Kooperation mit der Karrierewerkstatt in Hagen, die mit ihrer langjährigen und fachspezifischen Expertise beratend und aktiv tätig ist. Carsten Hellwig, demnächst neuer Geschäftsführer der Alcar Leichtmetallräder Produktion, wird auch erstmalig bei der Ausbildungsmesse BOM am 26. September in der Gesamtschule in Werdohl mit einem eigenen Alcar-Stand vertreten sein. Dazu Carsten Hellwig: „Als Arbeitgeber nehmen wir unsere Verantwortung sehr ernst und sichern mit der neuen Initiative eine Ausbildung und auch eine Weiterbildung auf höchstem Niveau zu. Ziel ist es, die hohen Qualitäts-und Sicherheitsstandards zu gewährleisten“.

Fortbildungsinitiative: Integration

Das Unternehmen in Neuenrade hat einen steigenden Anteil an fremdsprachigen Mitarbeitern aus unterschiedlichen Kulturkreisen, bei denen sich Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache zeigen. Alcar hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, den Herausforderungen aktiv zu begegnen und bietet Mitarbeitern zugeschnittene deutsche Sprachtrainings an. All das vor dem Hintergrund, dass Integration oftmals über die Beseitigung von sprachlichen Barrieren gelebt werden kann. „Wir haben beschlossen, den Mitarbeitern deutsche Sprachkurse zu bezahlen. Die Sprachkurse finden im Unternehmen berufsbegleitend statt und bestehen aus 50 Unterrichtseinheiten. Die Gruppen bestehen aus maximal acht Personen und werden nach einem Einstufungstest eingerichtet“, erläutert Carsten Hellwig die neue Alcar Fortbildungsinitiative. Hellwig würde sich wünschen wenn diese Idee im Umkreis von Neuenrade, Schule machen würde, um evtl. Kooperationen auch mit anderen Unternehmen eingehen zu können.

Die Kursteilnehmer zahlen einen Kostenbeitrag von 40 Euro. Nach erfolgreichem Abschluss des Kurses wird den Kursteilnehmern ein Bonus in Form von Tankgutscheinen ausgehändigt.

Sicherheit und Qualität Made in Germany

Nach einer ersten Testphase in den nächsten Monaten soll sich ein weiterer wesentlicher Vorteil der sprachlichen Fördermaßnahmen zeigen. Die hohen Sicherheits- und Qualitätsstandards, die innerhalb der Alcar Leichtmetallräder Produktion gelten, müssen zu 100 Prozent eingehalten werden. Speziell in metallverarbeitenden Betrieben nehmen Sicherheitsrichtlinien und deren Einhaltung einen wesentlichen Bestandteil der täglichen Arbeit ein. Mitarbeiter, die z.B. den Schmelzofen bei über 750 Grad Celsius bedienen, sind nur durch strikte Einhaltung der Sicherheitsvorschriften wie feuerfeste Schutzbekleidung, Einhaltung von Sicherheitsabständen, Einhaltung der Pausen und vieles andere mehr, vor einer gesundheitlichen Beeinträchtigung geschützt.

Neuerungen in der Geschäftsführung

Der seit 1.1.2018 im Unternehmen tätige Plettenberger Carsten Hellwig wird zukünftig neben Günter Schmidt (ehemaliger Mitgründer des Unternehmens) und Gustav Sponer, Geschäftsführer der Aluminiumräder Division der Alcar Gruppe, als neuer Geschäftsführer die Geschicke der Produktion in Neuenrade leiten.

INFO

1,2 Millionen Aluminiumräder jährlich

  • Die Alcar Leichtmetallräder Produktion GmbH in Neuenrade gehört zur österreichischen Alcar Gruppe und kann am Standort in Neuenrade bis zu 1,2 Mio. Aluminiumräder jährlich produzieren. Zusätzlich zum Standort in Neuenrade zählt auch die Gießerei in Werdohl mit ca. 30 Mitarbeitern zur Alcar Leichtmetallräder Produktion.
  • Die Alcar Gruppe investierte 2017 rund 7,3 Mio. Euro in eine neue Vorbehandlungs- und Lackieranlage am Produktionsstandort und stärkt somit konsequent ihr Produktionsspektrum. Auf dem neuesten Stand der Technik, entspricht die moderne Lackieranlage nicht nur allen Standards und Umweltauflagen, sondern auch den höchsten OE-Standards der Fahrzeughersteller. Dazu sagt Gustav Sponer, Geschäftsführer der Aluminiumräder Division der Alcar Gruppe: „Dieser Investitionsschritt gibt Alcar die Flexibilität, als Partner noch stärker für Fahrzeughersteller und -importeure tätig zu sein“.
  • Im Jahr 2015 stand der Neubau der Gießerei sowie die Automatisierung und Aufrüstung der mechanischen Bearbeitung im Vordergrund. Durch die Erneuerung der Lackieranlage wurde der zweistufige Modernisierungsprozess planmäßig abgeschlossen.
  • Insgesamt beschäftigt Alcar in Neuenrade und Werdohl rund 220 Mitarbeiter.

Quelle: Pressemitteilung der ALCAR LEICHTMETALLRÄDER PRODUKTION GMBH

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