Lüdenscheids Feuerwehr-Chef Christopher Rehnert erinnert an die Flutkatastrophe vor einem Jahr. Foto: Merle Stickdorn

Lüdenscheid. (PSL) Unwetter, Überschwemmungen und langwierige Aufräumarbeiten: Die Hochwasser-Katastrophe traf am 14. Juli 2021 auch Lüdenscheid und verursachte vor allem in Brügge und im Bereich des Schloss´ Neuenhof zahllose Schäden. Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte waren an diesem Mittwoch und auch in den nächsten Tagen im Dauereinsatz. Christopher Rehnert, Leiter der Feuerwehr Lüdenscheid, und Bürgermeister Sebastian Wagemeyer blicken am ersten Jahrestag der Katastrophe jeweils in Form kurzer Video-Clips auf die damaligen Geschehnisse zurück.

Menschen aus Notsituationen retten, kritische Infrastruktur wie Energieversorgung, Verkehr und Gesundheitswesen sichern und Keller auspumpen: Zu mehr als 170 Einsätzen, einige davon überörtlich, rückten die haupt- und ehrenamtlichen Kräfte der Feuerwehr Lüdenscheid allein am 14. Juli sowie bis zum frühen Nachmittag des Folgetages aus. Bis zu 20 Stunden am Stück seien die Brandbekämpfer teilweise im Einsatz gewesen, erinnert sich Christopher Rehnert.

Der Feuerwehr-Chef spricht von einer Ausnahmesituation – auch für ihn persönlich, weil er damals erst seit dreieinhalb Monaten als Alleinverantwortlicher im Amt war. Und weil die Feuerwehr bei der Vielzahl an Einsätzen und Notlagen Prioritäten setzen und nicht allen Betroffenen umgehend helfen konnte.

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Trauriger Höhepunkt der Hochwasser-Katastrophe für Rehnert: der Tod zweier Kameraden aus Werdohl und Altena, die im Einsatz ums Leben kamen. Positiv hingegen der große Zusammenhalt und die Ausdauer der Feuerwehrleute sowie der weiteren Rettungskräfte und Hilfsorganisationen. Auch die große Hilfsbereitschaft der Bürgerinnen und Bürger habe entscheidend dazu beigetragen, Betroffenen helfen und die Situation unter Kontrolle bringen zu können, erinnert sich Rehnert.

Der Link zum Video: https://youtu.be/-pES3fcLvKs

Von einer Ausnahmesituation spricht auch Sebastian Wagemeyer, vor allem mit Blick auf die „mitunter verheerenden und existenzbedrohenden Schäden“, die das Hochwasser anrichtete. Umso wichtiger seien die der Zusammenhalt, die Hilfsbereitschaft und die Solidarität gewesen, die Einsatz- und Rettungskräfte, aber auch die vielen ehrenamtlichen und sonstigen freiwilligen Helfer damals gezeigt hätten. Das sei ein wichtiges Signal dafür gewesen, „was in schwierigen Situationen möglich ist, wenn wir zusammenhalten“, sagt Wagemeyer.

 

Anschließend bedankt sich das Stadtoberhaupt bei Polizei, Feuerwehr, Rettungskräften, Hilfsorganisationen und allen ehrenamtlichen Helfern, die „damals bei der Hochwasser-Katastrophe unermüdlich im Einsatz waren“ und dabei teilweise auch bis über die Grenzen der Belastbarkeit gegangen seien.

 

Der Link zum Video: https://youtu.be/cJaX3NPkyyo

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