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Gut gefüllt war die Herscheider Kirche beim Konzert von FemmeVokal. Foto: Bernhard Schlütter


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Herscheid. Mit der außerordentlichen Bandbreite ihres Repertoires begeisterten die Sängerinnen von FemmeVokal am Sonntag (30. September) das Publikum in der katholischen Kirche St. Mariä-Aufnahme in den Himmel. “Lieblingslieder” hatte der in Plettenberg-Bremcke beheimatete Frauenchor das Konzert überschrieben und so manche/r Zuhörer/in ging beschwingt und mit einem neuen Lieblingslied in den Ohren nach Hause.

Pastor Albert Akohin möchte “frischen Wind” ins Gemeindeleben bringen. Dazu gehören Veranstaltungen außerhalb der Gottesdienste in der Kirche. Mit dem Konzert von FemmeVokal werde der Anfang gemacht, erzählte Akohin in seiner Begrüßung. Er hatte FemmeVokal beim Neujahrsempfang 2017 der Pfarrgemeinde St. Laurentius erstmals erlebt und freute sich, die Sängerinnen unter der Leitung von Thomas Weidebach nun in der Herscheider Kirche begrüßen zu können.

Pastor Albert Akohin freute sich über “frischen Wind” im Gemeindeleben. Foto: Bernhard Schlütter

Orgelklassiker ergänzen Gesangsvorträge

Der Kirchenraum erwies sich als optimales Ambiente für das Konzert. Die Sitzreihen waren nahezu komplett gefüllt. Die Akustik ist sehr gut und ließ die Vorträge des Meisterchors aus Bremcke hervorragend zur Entfaltung kommen. Ergänzt wurden die gesanglichen Lieblingslieder durch Instrumentalstücke, die Gerd Arens, der den Chor bei einigen Stücken auch am E-Piano begleitete, an der Kirchenorgel spielte, z.B. das sehr bekannte “Air” von J. S. Bach.



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Gerd Arens spielte Orgelklassiker wie Air von J. S. Bach. Foto: Bernhard Schlütter

FemmeVokal bestritt drei Programmblöcke. Die Dramaturgie des Ablaufs war gelungen und höchst abwechlungsreich. Dem Kirchenraum angemessen beinhaltete der erste Block internationale Lieder zum Gotteslob wie das klassische Jubilate Deo, das Spiritual Let my Light Shine Bright oder das ghanaische Wasma.

Vom Projektchor zum Meisterchor

Seit diesem Jahr trägt FemmeVokal den Titel Meisterchor im Chorverband NRW. Das Stück Die Schwalben von Friedrich Smetana gehörte zu den anspruchsvollen Aufgaben, die der Chor beim Leistungssingen in Rheine mit Bravour erfüllte. Only Time von Enya war eines der ersten Lieder, die FemmeVokal mit Musikdirektor FDB Thomas Weidebach einstudierte. “Niemand vermag zu sagen, was die Zukunft bringen wird – nur die Zeit”, erklärte Ai-Lan Na-Schlütter, die als Moderatorin durchs Programm führte, den Inhalt. Als FemmeVokal im Jahr 2010 als Projektchor startete, hatte wohl kaum eine der Sängerinnen gedacht, dass er acht Jahre später als Meisterchor ein komplettes 90-minütiges Konzert gestalten würde.

Freude an der Musik und am Gesang strahlten die Sängerinnen aus. Foto: Bernhard Schlütter

Auch der dritte Gesangsblock war vielfältig und abwechlsungsreich. Für die gesungenen Segenswünsche An Irish Blessing und Von guten Mächten, der Popsong Top of the World und die Filmmusik Gabriellas Lied erntete FemmeVokal zu Recht noch mal großen Applaus, so dass eine Zugabe Pflicht war. Mit dem vertonten Gedicht von Wilhelm Busch “Sie war ein Blümlein”, ebenfalls Meisterchorliteratur, setzte der Chor den humorvollen Schlusspunkt unter ein gelungenes Konzert und einen schönen Abend für das dankbare Publikum in St. Mariä-Aufnahme in den Himmel.

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