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Mithilfe von Mietzuschüssen für aussichtsreiche Start-Ups möchte die FDP-Fraktion die Leerstände in der Plettenberger Innenstadt verringern. Foto: Bernhard Schlütter

Plettenberg. Die FDP-Fraktion möchte die Leerstände in der Innenstadt verringern und gleichzeitig Leute mit neuen Geschäftsideen unterstützen. Sie schlägt daher einen städtischen Mietzuschuss vor. Der FDP-Antrag soll in der nächsten Ratssitzung (3. März) auf der Tagesordnung stehen.

Es gebe in Plettenberg Menschen mit Ideen und Mut, etwas Neues aufzubauen, meint FDP-Fraktionsvorsitzender Carsten Hellwig und nennt als Beispiel die Macher vom Café Märcheneis. „Viele der Personen, die Ideen haben, werden sich wahrscheinlich aber davor scheuen, finanzielle Risiken einzugehen, ohne zu wissen, wie ihre Idee so in der Öffentlichkeit und somit beim potenziellen Käufer ankommt. Hier sollten wir ansetzen und es diesen Menschen ermöglichen, ihre Ideen in einem eigenen Ladenlokal umzusetzen.“

Da es keinen Sinn mache, seitens der Stadt Ladenlokale zu kaufen oder zu mieten, schlägt die FDP vor Mietzuschüsse an Leute zu geben, „die eine interessante Idee vorzuweisen haben und bereit sind, diese in einem Ladenlokal in Plettenberg umzusetzen“.

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Innenstadtmanagement einbinden

Dazu schlägt die FDP-Fraktion folgende Vorgehensweise vor:

  • Es wird ein Gremium aus Politik und Verwaltung gebildet.
  • Dieses Gremium entscheidet über Anträge für Geschäftsideen, die aus der Bürgerschaft schriftlich eingereicht werden und nach Aufforderung mündlich dem Gremium präsentiert werden müssen.
  • Diese Geschäftsidee muss so kreiert sein, dass sie auf Langfristigkeit angelegt ist (Wahrscheinlichkeit, dass die „Lebensdauer“ der Idee länger als ein Jahr sein wird).
  • Die Stadt hilft direkt oder über das Innenstadtmanagement dem Ideengeber bei der Suche nach einem geeigneten Ladenlokal. Ebenso unterstützt sie bei den Verhandlungen mit den Vermietern und berät bei erforderlichen baulichen Maßnahmen.
  • Der Ideengeber bekommt als Prämierung für seine gute Idee, einen Mietzuschuss für eine Dauer von mindestens sechs Monaten. Innerhalb dieser Zeit hat der Ideengeber die Chance fest zu stellen, ob seine Idee auch zündet und wirklich auf Dauer angelegt sein kann.
  • Möglich wäre anstelle des Mietzuschusses auch ein Zuschuss für erforderliche Investitionen.
  • Der Mietzuschuss sollte degressiv absteigend über die Laufzeit angelegt sein.
  • Eventuell könnte man diese Idee mit den Zuschüssen für die Gebäudemodernisierung koppeln. Diese werden oft von den Eigentümern alter Innenstadthäuser nicht genutzt. Man müsste dann die Kosten für eine Modernisierung ermitteln und mit dem Vermieter vertraglich festlegen, dass die Stadt den Eigenanteil (teilweise) übernimmt. Im Gegenzug erhält die Stadt dann für X Monate das kostenlose Belegungsrecht für die modernisierten Räumlichkeiten und bietet sie jungen Unternehmern an. Der Eigentümer hat nach Ablauf des Vertrages ein renoviertes Gebäude und einen Mieter, der auf eigene Kosten weiter mietet. Der Mieter hat eine günstige Räumlichkeit für sein junges Unternehmen. Die Stadt reduziert Leerstände und das auf auch lange Sicht, weil die alten Gebäude alle modernisiert werden.

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