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Grafik: Polizei NRW

Plettenberg. (ots) Eine 89-jährige Plettenbergerin folgte am Dienstag (21. April) der Aufforderung eines falschen Polizeibeamten, ihre Bankkarte an der Straße zu verstecken. Dort sollte sie, so die Behauptung des Betrügers, später abgeholt werden. Zum Glück beobachteten aufmerksame Nachbarn die 89-Jährige, stoppten sie und holten die echte Polizei.

Eine 89-jährige Plettenbergerin folgte am Dienstag der Aufforderung eines falschen Polizeibeamten, ihre Bankkarte an der Straße zu verstecken. Dort sollte sie, so die Behauptung des Betrügers, später abgeholt werden. Zum Glück beobachteten aufmerksame Nachbarn die 89-Jährige, stoppten sie und holten die echte Polizei.

Die Polizei warnt weiter eindringlich vor den Betrügern, die oft mit der gleichen Lügengeschichte arbeiten – so auch in diesem Fall: Gegen Mittag stellte sich ein Anrufer der Seniorin als Beamter der Plettenberger Wache vor. Die Polizei habe bei festgenommenen Einbrechern eine Liste mit Namen gefunden. Auf dieser Liste stehe auch die Adresse der 89-Jährigen. Daher bot der falsche Polizist an, ihre Wertgegenstände in “amtliche Verwahrung” zu nehmen. Als die jedoch meinte, sie habe keine Wertsachen, kam die “Anweisung”, ihre Bankkarte mitsamt PIN vor dem Haus zu verstecken. Eine Ausrede dafür hatte der Betrüger auch: Es gehe darum, das Ansteckungsrisiko aufgrund der Corona-Problematik zu verringern.

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Polizei ruft nie über Notrufleitung an

Die Polizei nimmt keine Wertgegenstände “in Verwahrung” und fragt auch nicht aus heiterem Himmel nach vorhandenem Vermögen. Wer solche Anrufe bekommt, der sollte direkt auflegen. Wer sich auf ein Gespräch einlässt, der geht den rhetorisch geschulten Betrügern schnell auf den Leim. Obwohl der Seniorin der Anruf verdächtig vorkam, ließ sie sich gut eine Stunde lang am Telefon bearbeiten, bis sie Bankkarte und PIN nahm und nach draußen trug. Die Anrufe kommen mit falscher oder unterdrückter Nummer an. Manchmal erscheint auch die 110 auf dem Display der Opfer, obwohl die Polizei nie über die Notrufleitung anruft.

Die Polizei bittet Angehörige oder Nachbarn älterer Mitbürger, die Gefahr immer wieder und wieder zu thematisieren. Die falsche Polizei wird’s ärgern, die echte freut sich über so aufmerksame Nachbarn wie im Plettenberger Fall.

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