Die SIHK nimmt das drohende Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in der Hagener Innenstadt ernst. Foto: pixabay.com

Hagen. Alarmiert hat die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) die drohende Klage der Deutschen Umwelthilfe zur Durchsetzung von Dieselfahrverboten gegen die Stadt Hagen zur Kenntnis genommen. „Das zeigt erneut, wie ernst die Situation ist und dass hier dringender Handlungsbedarf besteht“, betont SIHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Ralf Geruschkat und warnt: „Wenn in der Stadt Hagen keine weiteren Maßnahmen ergriffen werden, um die Stickstoffdioxid-Belastung (NOx) zu verringern, drohen definitiv Dieselfahrverbote.“

Allerletztes Mittel

Dabei weist die SIHK zu Hagen aber ausdrücklich darauf hin, dass genau diese Fahrverbote das allerletzte Mittel der Wahl sein dürften. Vielmehr müssten gemeinsam mit der Wirtschaft Lösungen gefunden werden, die Luftreinhaltung weiter zu verbessern. „Wir als SIHK zu Hagen sind zusammen mit anderen Verbänden bereits vor einigen Wochen auf die Stadt Hagen zugegangen und haben um Gesprächen gebeten, um nach sinnvollen Lösungen zu suchen, die ein Fahrverbot verhindern“, so Geruschkat. „Leider sind bislang konkrete Gespräche ausgeblieben.“

Kurzfristige Maßnahmen möglich

Die SIHK zu Hagen kann nur noch einmal erneut betonen, dass die Wirtschaft nach Lösungen suchen möchte, die für alle Seiten möglichst erträglich sind. Hierzu zählten, so die Kammer, unter anderem die Verflüssigung des Verkehrs durch die Optimierung der Ampelschaltungen und das Einsetzen von Ventilatoren zur besseren Durchlüftung der Finanzamtsschlucht zur kurzfristigen Verbesserung der Lage.

Was geht sonst noch?

„Aber auch städtebauliche Maßnahmen, wie der Abriss des Finanzamtes und die Realisierung eines Durchstichs des Bahnhofstunnels mit Anbindung an Park-and Ride-Möglichkeiten an der Bahnhofshinterfahrung, müssen nun ernsthaft in Betracht gezogen werden, um damit langfristig eine weitere Entschärfung der Situation zu erreichen“, so Dr. Ralf Geruschkat. Es könne, so der Hauptgeschäftsführer, auch das anstehende Fachforum Verkehr und Mobilität im Rahmen des ISEK-Prozesses genutzt werden, um Prozesse mit allen Beteiligten zu durchdenken und abzustimmen.

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