Die Polizei hat am Freitag die Einhaltung des Fahrverbots für Motorräder auf der L707 überwacht. Foto: Polizei

Meinerzhagen/Herscheid. (ots) Am Freitag hat die Polizei zwischen 10 und 17.30 Uhr im Bereich der L 707 (Nordhelle) gezielt Zweiräder kontrolliert. Grund des Einsatzes war unter anderem die Überwachung des bestehenden Verbots für Krafträder, das am 29. März durch Beschilderung in Kraft ist. Absicht der Polizei war die konsequente repressive Verfolgung von Missachtungen gegen das bestehende Verbot.

Sechs Hinweisschilder auf das bestehende Verbot sind bei einer Anfahrt aus Richtung Valbert angebracht, fünf Schilder bei Annäherung aus Richtung Herscheid. Ferner wurde eine Radaranlage zur Überwachung der Geschwindigkeit eingesetzt.



Pkw 82 km/h zu schnell

Wie die Polizei mitteilt, passierten die Messstelle “am Fuß der Nordhelle” 398 Kraftfahrzeuge. 84 Fahrzeugführer kassierten ein Verwarngeld. Bei 22 weiteren Verkehrsteilnehmern war die Überschreitung so gravierend, dass sie mit einer Ordnungswidrigkeiten-Anzeige sanktioniert werden müssen. Ein Pkw passierte die Messstelle mit 142 km/h bei einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h. Er wurde – wie die anderen Fahrzeugführer auch – angehalten und kontrolliert. Auf dem Beifahrersitz befand sich ein dreijähriges Kind auf vorgeschriebenem Sitz.

Manipulierte Abgasanlagen

Das bestehende Verbot für Krafträder wurde in 27 Fällen nicht beachtet und musste mit einem Verwarngeld geahndet werden. Im Zuge dieser Kontrolle fielen drei Motorräder auf, die ihre Abgasanlagen manipuliert hatten. In diesen Fällen wurden Geräuschpegelmessungen vorgenommen und hatten nach den Ergebnissen die Sicherstellungen der Auspuffendtöpfe zur Folge. Die festgestellten Werte überstiegen den zulässigen Geräuschwert um teilweise 30 dB. In der Mehrzahl der Fälle handelte es sich um auswärtige Motorradfahrer.

Auch andere unzulässige Veränderungen oder Mängel wurden festgestellt. Sie führten in vier Fällen zur Erstattung einer Ordnungswidrigkeitenanzeige. Ein zusätzlich eingesetztes ziviles sog. “Provida-Krad” (mit Videografie ausgerüstetes Zivilkrad) stellte fünf Verstöße fest; ausnahmslos begangen durch Zweiradfahrer. In allen Fällen wird eine Anzeige die Konsequenz sein. In zwei Fällen waren die Geschwindigkeitsverstöße so gravierend, dass hier ein erhöhtes Bußgeld sowie ein Fahrverbot die Rechtsfolge sein wird.

Die Polizei kündigt an, dass sie auch zukünftig das bestehende Verbot überwachen und Missachtungen konsequent ahnden wird.

 

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