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ADFC-Vorsitzender Sebastian Rittner (2. von links) trug im Bürgerhaus Bremcke seine Vorstellungen von besseren Bedingungen für den Radverkehr in Plettenberg vor. Foto: Bernhard Schlütter

Plettenberg. Die Ortsgruppe Plettenberg des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) nutzt den Kommunalwahlkampf, um sich verstärkt für bessere Bedingungen für den Fahrradverkehr in Plettenberg einzusetzen. Am vergangenen Montag (10. August) trug der ADFC-Vorsitzende Sebastian Rittner die Anliegen der Fahrradlobby in der offenen Fraktionssitzung der FDP im Bürgerhaus Bremcke vor. Mit dabei war neben den örtlichen FDP-Spitzenkandidaten Carsten Hellwig und Michael Schulte auch Bürgermeister Ulrich Schulte.

Kleinigkeiten fehlen

Plettenberg sei vor einigen Jahren eine Vorzeigekommune in Sachen Fahrradfreundlichkeit im Lennetal gewesen, erinnerte Rittner. Diesen Rang habe der Vier-Täler-Stadt inzwischen zum Beispiel Finnentrop abgelaufen. Dabei fehle es manchmal nur an Kleinigkeiten wie relativ kurze, aber ärgerliche Lücken im Radwegenetz oder eindeutige Beschilderung. Als Beispiel nannte Sebastian Rittner die Verbindung zwischen Kückelheim und Himmelmert: „Wer nicht ortskundig ist, fährt dort auf der Landstraße.“ Oder der Weg auf der ehemaligen Bahntrasse im Hestenberg, der schön, aber für Radler eine Sackgasse ist. „Eine weniger steile Rampe zwischen diesem Weg und dem Radweg unten an der Else würde eine attraktive Verbindung herstellen.“

Die FDP-Kandidaten Alfred Dattinger (links) und Rainer Panzer begutachteten das Fahrradkartenpaket, das der ADFC Plettenberg kostenlos anbietet. Foto: Bernhard Schlütter

Arbeitskreis Mobilität gründen

Für Besserung könnte Bürgerbeteiligung schon im Anfangsplanstadium sorgen. Optimal wäre aus Rittners Sicht ein Arbeitskreis Mobilität, in dem Ehrenamtliche u.a. aus Reihen des ADFC ihre Expertise einbringen könnten. Der ADFC Plettenberg schlägt außerdem vor, einen Entwicklungsplan Radverkehr aufzustellen, der laufend fortgeschrieben wird.

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Die FDP-Politiker und der Bürgermeister nahmen die Ausführungen Rittners interessiert zur Kenntnis und stimmten mit ihm überein, dass der Radverkehr auch im hügeligen Sauerland an Bedeutung zunehme. Ulrich Schulte betonte, dass ausreichend Kompetenz für Planung und Bau von Radwegen in der Stadtverwaltung vorhanden sei. Carsten Hellwig wies darauf hin, dass auf Antrag der FDP eine Fahrradgarage am Bahnhof und Bügel fürs Fahrradparken in der Innenstadt gebaut würden.

Radtour mit Angela Freimuth

Dem Thema Radwege widmet sich die FDP am Freitag, 14. August, erneut. Zusammen mit der FDP-Landratskandidatin Angela Freimuth radeln die Plettenberger Liberalen gegen 11 Uhr ab Rathaus nach Teindeln, um der von allen Parteien in Plettenberg und Werdohl gestellten Forderung nach dem Lückenschluss auf der Lenneroute Nachdruck zu verleihen. Interessierte Bürger*innen sind eingeladen mitzuradeln.

Links zum Thema

https://www.adfc.de/dossier/foerderkurs-fuer-kommunen

https://www.adfc.de/artikel/kurzfassung-des-verkehrspolitischen-programms

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